uebungsgruppe-eschweiler

2009

Neujahrsessen 2009

Schon wieder gab es eine Premiere: das Neujahrsessen 2009 fand in den neuen Räumen direkt am Hundeplatz statt!
Es gab tatsächlich auch "Strom aus der Steckdose" und die Räume waren wohlig warm geheizt, so daß gute Voraussetzungen für einen gemütlichen Abend gegeben waren.
Nachdem sich das große allgemeine Begrüßungsdurcheinander gelegt hatte, hieß uns Stephan ganz offiziell im neuen Hundesportjahr und zum Neujahrsessen willkommen und eröffnete gleichzeitig das Buffet. Dieses von der benachbarten Gaststätte gelieferte kalt/warme Buffet ließ keine Wünsche offen und war lecker und reichlich.
Das gemütliche Beisammensitzen zog sich dann noch fast bis Mitternacht hin. Diese Ausdauer läßt darauf schließen, daß es eine gute Idee war, diesmal "zu Hause" zu feiern. Die Resonanz war durchgängig positiv und auch wenn dies (mal wieder) mit Mehrarbeit für Familie Saus verbunden war, hätte niemand etwas dagegen, dies zur Tradition werden zu lassen.

Vielen Dank, Familie Saus und allen Ihren fleißigen Helfern für einen schönen Abend!


Fährtenseminar Januar 2009

Sehr frühzeitig in diesem Jahr hatte Alfons Saus zum ersten Fährtenseminar des Jahres 2009 geladen.
Vom 30. Januar bis zum 01. Februar trafen sich 9 Teilnehmer zum Tiefkühllehrgang.
Bei Minusgraden, hart gefrorenem Boden und Windstärken um die 5 Beaufort waren wir uns alle nicht ganz sicher, ob unser Tun noch als normal bezeichnet werden konnte, oder ob Außenstehende (Nicht-Hundesportler) sich eventuell ernsthaft Sorgen um uns machen würden. Das dies nicht der Fall war lag einzig daran, dass sich außer uns kein Mensch bei diesen widrigen Bedingungen auf den Eschweiler Feldern sehen ließ.

Am Freitagmorgen begann Alfons mit der Auslotung der Ausbildungsstände von Hund und Hundeführer, es folgte ein sehr informativer Vortrag über die Hintergründe der sportlichen Fährtenarbeit. Wir hätten noch stundenlang zuhören können, aber nun mussten wir hinaus in die Kälte zum ersten praktischen Teil.
Neben Fährtenstöcken, Pansenschleppen für die Neulinge etc. gehörte diesmal auch ein Hammer zur Ausbilder-Grundausrüstung.
Dieser war zum Einschlagen der Fährtenabgangsstöcke in den gefrorenen Boden gedacht und kam nur deshalb nicht zum Einsatz, weil die meisten sich lieber mit einem liegenden oder dann doch umgekippten Stock zufrieden gaben.
Auf großzügig vorhandenem Gelände wurden nun die je nach Ausbildungsstand unterschiedlichen Fährten gelegt. Von Schlepp- und Pflasterfährten über Futterfährten bis zu Naturfährten waren alle Schwierigkeitsgrade bis zum Niveau der FPR3 vorhanden. Auf dem hartgefrorenen Stoppelfeld hinterließen unsere Fußstapfen fast keinerlei sichtbaren Abdruck. Auch Alfons geschultem Auge gelang es nur selten, winzige Anzeichen der Fährtenverläufe zu entdecken. Umso wichtiger war für die Fährtenleger die Orientierung im Gelände, da davon ausgegangen werden musste, dass unsere Hunde bei diesen sehr schwierigen Bedingungen unsere Hilfe benötigen würden. Wer das flache Land um Eschweiler und seine großen Felder kennt, weiß, dass dies nicht ganz einfach ist und gerade die weniger Erfahrenen vor große Probleme stellte.
Der gut gemeinte Rat, dem Wegfliegen von Gegenständen durch Beschweren mit Erdklumpen entgegenzuwirken, konnte leider nicht berücksichtigt werden - um diese loszueisen hätte man mindestens den Hammer benötigt.
Nun waren alle Fährten gelegt und die große Frage wurde vom Winde verweht: Würden unsere Hunde hier überhaupt etwas riechen können? Das bisschen Bodenzerstörung, das wir überhaupt anrichten konnten wurde doch ganz sicher vom starken Wind weggefegt!
Zu unser aller Erstaunen zeigte sich jedoch, dass wir das enorme Potential der Hundenasen mal wieder unterschätzt hatten. Natürlich war es schwierig, öfter als sonst haben sie die Köpfe gehoben und Orientierung gesucht, aber im Großen und Ganzen haben sich alle Hunde hervorragend bewährt. Selbst Alfons, der durchaus um die außerordentliche Leistungsfähigkeit der Hunde auch unter widrigen Bedingungen weiß, war positiv überrascht, wie gut unsere Hunde zurechtkamen.
Zwei Fährten haben wir uns und unseren Hunden abverlangt, ehe wir uns die Rückkehr ins Warme zugestanden. Bei warmen Getränken und selbstgebackenem Kuchen wurden die Fährten ausführlich besprochen und das weitere Vorgehen abgestimmt.
Der Samstagmorgen begrüßte uns mit noch stärkerem Wind und ähnlichen Minusgraden wie sich der Freitag verabschiedet hatte. Diesmal waren wir besser gerüstet: in dem Wissen, das unsere Hunde die Bedingungen meistern konnten und mit der Aussicht auf eine warme Tomatensuppe nach der Rückkehr von den Eschweiler Eisfeldern ließ sich dieser Tag ganz gut an. Eingebettet in je einen theoretischen Teil am Morgen und am Nachmittag, ließen wir es an diesem Tag bei einer Fährte bewenden.
Vom Sonntagswetter gibt es nichts Neues zu berichten. Vielleicht ein klein bisschen weniger Wind und ein paar Einheiten auf der Celsius-Skala mehr. Aber auch an diesem Tag haben wir uns natürlich nicht von der Fährtenarbeit abhalten lassen. Es war klar erkennbar, dass alle Hunde an den vorangegangen Tagen einen großen Lernerfolg erzielt hatten. Dies verdeutlicht: schwierige Bedingungen sollten einen nicht schrecken, solange man sorgsam darauf achtet, seinen Hund nicht zu überfordern.
Hier waren wir bei Alfons in den besten Händen, der für jeden Hund den passenden Schwierigkeitsgrad gefunden - aber auch für die richtig dosierten Hilfen gesorgt hat.

Vielen Dank Alfons!

Teilgenommen haben:

Unsere Gäste aus Frankfurt Petra und Thomas
Birgit mit Cerrie
Wiebke mit Totti
Rainer mit Ebbie
Ingrid mit Felix
Claudia mit Anka
Doris
Sigrid mit Jolly


Bericht von Sigrid (Sorry für die fehlenden Freiluftbilder - es war einfach zu kalt!)


Bilder Fährtenseminar Januar 2009



 

"Sprache des Hundes"

Das zweite Seminar in der Reihe "Rund um den Hund" befasste sich am 04. März 2009 mit der "Sprache des Hundes".
Wir alle nehmen unseren Hund auf eine bestimmte Art und Weise wahr. Wir bemerken, welchen Eindruck der Hund auf uns macht: gelassen-souverän, ängstlich-unsicher, drohend, imponierend, verspielt. Aber welche Signale genau bewirken diesen Eindruck bei uns? Alfons hat dies in seinem Seminar auf die typische Saus'sche Art und Weise auf den Punkt gebracht. Genaue Darstellungen von Rutenhaltung, Gesichtszügen, Fellstellungen, Körperhaltung, Ohrenhaltung, Stellungen von Maul und Lefzen - das Ganze jeweils im entspannten Zustand und entsprechend anderen Gemütszuständen - wurden präsentiert und ausführlich besprochen. Es war ein sehr erhellender Vortrag, der uns die Signale unserer Hunde in Zukunft hoffentlich bewußt wahrnehmen und verstehen läßt, die wir bisher allenfalls unbewußt wahrgenommen haben.

Seminarleitung: Prof. Dr. Alfons Saus

VPG-Übungswochenende März 2009

Übungswochenende 07.-08. März 2009

Neue Perspektiven

Freitag abend suchten wir noch nach Ausreden und Entschuldigungen und verbrachten die Zeit mit Erklärungsversuchen, dass es völlig normal ist, dass Wochenende bei diesem Wetter auf dem Hundeplatz zu verbringen ...Samstag kam alles anders. Nach 48 Stunden Dauerregen eröffnete sich für uns eine neue (Wetter-) Perspektive: Sonnenschein. So fuhren Hundeführer und Hund guter Laune zum Platz.

Vor der Märzprüfung sollte durch Stephan der letzte Schliff erfolgen. Teil B und C standen auf dem Programm. Kulinarisch bestens versorgt mit Kuchen, Grill, Frikadellen, Brötchen starteten wir in die erste Runde Unterordnung. Und alles auf Video gefilmt. Oh je, das kann ja heiter werden. Bis 20 Uhr folgen Unterordnung, Mittagessen, Schutzdienst, Kaffetrinken, Unterordnung, Schutzdienst.

Vor allem bei der Unterordnung ist die Perspektive des Hundeführers doch sehr eingeschränkt. Dies gilt insbesondere im Bereich der Leinenführung und Freifolge. Der Blick auf den Hund beschränkt sich klar – so sollte es zumindestens sein – auf Kopf und Hals, wenn man Glück hat, läßt sich ab und an auch ein Vorderlauf erkennen. Bei Sitz, Platz und Steh bekommt man schon mehr vom Hund zu sehen, auch wenn vorzeitiges (zurück)schauen meistens einen Tadel des Übungsleiters nach sich zieht. Dabei ist es doch für jeden Hundeführer nachvollziehbar, dass es einfach schwer fällt, den Blick vom geliebten Hunde abzuwenden. Dies ist auch aus ökonomischer Sicht angeraten, denn ein kurzer Blick zurück erspart doch gegebenenfalls 30 Schritte...

Müde fielen Hunde und Hundeführer ins Bett. Den regnerischen Sonntagmorgen nutzte Stephan für eine ausgedehnte Theorieeinheit. Rollenspiel und Videobesprechung waren angesagt. Beim Rollenspiel wurde allen schnell klar, dass es wesentlich einfacher war, den Hund zu vermenschlichen als den Mensch zu „verhundlichen“.Eine neue Perspektive, sich und den Hund zu betrachten, eröffnete die Videobesprechung. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, werden auf einmal auch die als seltsamen und verwirrend empfundenen Anweisungen von Stephan verständlich, denn auf einmal ist mehr als nur Kopf und Hals des Hundes bei der Freifolge zu sehen. Nach erster Erkenntnis, „dass sieht doch sehr schön aus, wie wir das machen“, wird in der Detailbesprechung schnell klar, wo die Defizite liegen.

Fliegende Leckerchen, gordische Knoten (Hund, Leine und Hundeführer), enttäuschte Hundeerwartungen . Gut, dass unsere Hunde nicht sprechen können. Auch wortlos war zu erkennen, was sie von der Streicheleinheit statt des erwarteten Leckerchen hielten. Blankes Entsetzen war auf einigen Hundegesichtern zu erkennen, wenn weder Streichler noch Leckerchen verteilt wurden, weil man als Hundeführer den Ausführungen von Stephan lauschte. Die neue Reihenfolge nach der Videobesprechung war klar, erst Hund, dann Stephan.

Mit der Sonne kamen auch wir wieder aus unserer Hütte. Und nutzten den Nachmittag noch einmal zum Ausmerzen der Schwächen. Unsere Hunde haben Montag verdammt viel geschlafen und liefen etwas unrund, aber strotzten vor Selbstbewusstsein. Und wir Hundeführer denken noch über all unsere Fehler und die neuen Perspektiven nach, welche uns an diesem Wochenende eröffnet wurden. Vielen Dank Stephan für die Ausbildung und Wolfram fürs Grillen.

Die üblichen Verdächtigen.


Bericht von Birgit

Bilder VPG-Übungswochenende März 2009

 

Frühjahrsprüfung 2009

Zwei, neun, drei…kam der Prüfungstag herbei

Nach unserer kurzen Winter-Trainings-Pause blieb für die elf willigen Prüfungsteams nicht mehr viel Zeit, um sich auf den Prüfungstag unserer Übungsgruppe am 29.03.2009 vorzubereiten.

Standhafte Fährtenwillige nutzten trotz schlechtem, sehr schlechtem, unzumutbarem Wetter, die Wochen zuvor, um den „letztem Schliff“ an ihre Fährtenarbeit zu legen. Diese wetter-belastbaren Teams sollten denn dann auch später bei der Prüfung belohnt werden.

Nun denn, der sonnige Sonntag war angebrochen und die mehr oder minder aufgeregten Teams waren bereit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Herr W. Bittner sowie Ehefrau waren eine weite Strecke am Abend zuvor angereist, um vor interessiertem Publikum unsere Leistungen zu prüfen. Zu allererst wurden wie üblich die Fährten gelegt, wobei der Acker sicherlich eine Herausforderung an Hunde und Hundeführer stellte. Allesamt waren wir aber froh, dass es nicht wie die Tage zuvor regnete und wir mit unseren Hunden „nur „ köcheltief durch nasse Erde waten mussten und die aufgeworfenen Schollen lediglich an den Stiefeln kiloweise Erde kleben ließen. Barbara hatte, wie immer engagiert, für unser Fährtengelände gesorgt und es war Platz genug, alle anstehenden Prüfungen ohne Probleme einzuteilen.

Karin startete als Erste mit ihrer Nobelady und konnte eine schöne FPr1 mit 88 Punkten verbuchen (das Training zuvor hatte sich gelohnt), wohingegen Verena mit Finja (Annika) leider mit 62 Punkten ihre FPr1 nicht überzeugend zeigen konnten. Hier wurde deutlich klar, dass die Fähigkeiten des Hundeführers mindestens genauso wichtig sind, wie die des Hundes: stimmte doch die Leinenführung oft überhaupt nicht und die Vorbereitung des Hundes auf die Prüfungssituation nur bedingt.

Dass auch äußere Umstände ein Prüfungsgelingen beeinflussen können, wurde an der Fährtenprüfung von Cerry (Cashmere) deutlich. Die sonst so souveräne Hündin war nachhaltig von ungewohnten Geräuschen kurz vor der Fährte beeindruckt und zeigt lange nicht ihre sonst so souveränen Fähigkeiten. Leider musste die Spurensuche abgebrochen werden und die anvisierte FPr3 war mit 54 Punkten nicht bestanden. Uns allen wurde nochmals deutlich bewusst, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass ein Hund bereits gezeigte Fähigkeiten durchgängig zeigt, sondern ebenso wie wir Menschen (nicht immer einschätzbarer) Entwicklung und Veränderung unterworfen ist.

Anders zeigte sich auf dem schwierigen Acker Wiebkes Hovawarthündin Totti (Brisca): mit 72 konnte die FPr3 erfolgreich beendet werden und beide durften sich ihren positiven Bescheid mit schlammverkrusteten Pfoten/Stiefeln bei unserem Leistungsrichter abholen. Als letzte und beeindruckende Fährte suchte sich Faizah (Franzi) durch die Spuren. Eine erfolgreiche FH1 mit stolzen 92 Punkten sollten den Abschluss der Fährtenarbeit bilden. Da Faizah sehr zügig und souverän über den Acker suchte, kam Ute völlig außer Atem (wohl fast mehr als ihr Hund) bei der zuschauenden Gruppe wieder an und konnte glücklich alle Fährtengegenstände vorzeigen.(Hatte sie sich doch bei Wind und Wetter in einer Trainingsstunde zuvor neben einen Gegenstand in den Schlamm geworfen, um ihrem Hund eindringlich auf das Verweisen aufmerksam zu machen: wie man sieht, scheinen solche Praktiken von Erfolg gekrönt).

Im Anschluss daran standen unsere BH-Teams auf dem Programm und alle durften sich über ein Bestehen freuen. Aufregung gehörte hier bei manch einem Team natürlich dazu, aber Herr Bittner zeigte nettes Verständnis und leitete alle freundlich durch die Prüfungssituation. Silke mit der Boxerhündin Etienne konnte sich die beste BH sichern und Claudia mit Anka freute sich über ihre Erst-BH. Das Team Sabine mit Viva hatte schon vormals eine BH unter der Führung von Herrn Bittner abgelegt, was ihn schmunzelnd zu der Äußerung verleitete, nicht mehr so lange bis zur nächsten BH zu warten.

Natürlich blieb auch Zeit zur Stärkung und alle konnten sich dank Karins Mutter und Rainer als Küchenfeen an gedeckte Tische im Clubraum setzen. Wunderbar beköstigt mit Brötchen, Würstchen Salaten und Kuchen überstanden wir den Prüfungstag ohne Magenknurren. An dieser Stellen nochmals vielen Dank an alle, die so wunderbar für uns gesorgt haben.

Abschluss des Tages bildeten die Unterordnungsprüfungen sowie eine VPG 2.

Kato (Eiko) war bei der UPr1 leider an diesem Tag nicht davon zu überzeugen, das Bringholz zurück zu bringen und Kerstin musste so leider mit einem Nichtbestehen „zufrieden“ sein.

Dagegen konnte Sigrid mit Jolly eine sehr gute (92 Punkte) UPr2 zeigen und alle begeisterten sich bereits beim Zuschauen. Herr Bittner sparte nicht mit Lob und gutgelaunt ging es in die letzte Prüfung. VPG 2 stand für Ringo und Barbara auf dem Programm und beide lancierten sich durch den Ablauf. „Beutetrieb genug, Unterordnung noch ausbauen“ hieß die Devise vom Leistungsrichter und Barbara konnte erleichtert ihre bestandene Prüfung mit 70 Punkten vermerken.

Natürlich wurden alle am späten Nachmittag mit Präsenten für Hund und „Herr“ sowie Urkunden über bestandene Prüfungen von unserer Prüfungsleiterin Elsbeth bedacht. Feierlich wurde der Tag zu Ende gebracht und alle waren zufrieden über den ereignisreichen Tag.

Last but not least wiederum ein Dank an alle Beteiligten für ihre Unterstützung, Lob und Trost für die Mitstreiter der Prüfung, Gelände, Trank und Schmaus, Hilfe in der Küche und am Grill, Fotos, Filme und was noch alles dazu gehörte.

Verena mit Finja



Ergebnisse:

 

Leistungsrichter: Wilhelm Bittner
Prüfungsleiter: Elsbeth Rusch
Fährtenleger: Stephan Saus, Sigrid Laufkötter
Schutzdiensthelfer: Stephan Saus


Bilder Frühjahrsprüfung 2009






  BH/VT  FH   VPG -Teil A   VPG - Teil B   VPG - Teil C  
Claudia mit Anka von den blauen Tannen  bestanden, Erst-BH         
Silke mit Etienne von St. Vith  bestanden, beste BH          
Sabine mit Viva von der Ahornallee  bestanden         
Ute mit Faizah (Franzi von Berchtenstadt) - FH1     92 Punkte        
Wiebke mit Totti (Brisca vom Hoppeditz) - FPR3       72 Punkte      
Birgit mit Cerry (Cashmere von Acro Bado) - FPR3       54 Punkte      
Karin mit Nobellady von Helmefeld - FPR1       88 Punkte     
Verena mit Finja (Annika von der Sander Höhe) - FPR1       62 Punkte     
Barbara mit Ringo (Dingo vom Hause Luka) - VPG2       76 Punkte   70 Punkte  70 Punkte 
Kerstin mit Kato (Eiko vom Merzbacher Hof) - UPR1         64 Punkte    
Sigrid mit Jolly (Alice vom Kufner Land) - UPR2         92 Punkte   

"Das Lernverhalten des Hundes"

Am Mittwoch, den 01. April 2009 fand das 3. Seminar im Rahmen der Seminarreihe "Rund um den Hund" statt.

Vor etwa 25 interessierten Zuhörern hielt Alfons einen sehr anspruchsvollen Vortrag.
Waren die bisherigen Vorträge immer hochinteressant und lehrreich, konnten die Zuhörer sie doch entspannt zurückgelehnt auf sich wirken lassen. Nicht so der heutigen Vortrag. Er begann sehr wissenschaftlich mit der Erklärung der Abläufe im Gehirn. Wie verhalten sich Nervenzellen um Prozesse zu erlernen und diese auch zu speichern? Diese Art des Vortrags erforderte auch von den Zuhörern eine erhebliche "Gehirnleistung", erinnerte sie doch sehr an eine Vorlesung an der Uni.
Nachdem die theoretische Basis gelegt war, ging Alfons im weiteren auf die praktischen Lernprozesse ein. Die beiden möglichen Lernvorgänge finden entweder durch die "klassische Konditionierung" oder aber durch die "operande Konditionierung" statt. Bei der klassischen Konditionierung wird ein gewünschtes Verhalten gezielt herbeigeführt und bestätigt. Bei der operanden Konditionierung wird ein freiwillig und auch durchaus zufällig gezeigtes (gewünschtes) Verhalten bestätigt. Erläutert und diskutiert wurden in der Folge die Vor- und Nachteile der beiden Methoden. Der Weg der klassischen Konditionierung kann sehr viel gezielter eingesetzt werden und führt in der Regel zu schnelleren Erfolgen, während der Weg der operanden Konditionierung sehr viel Geduld erfordert. Die Schlußfolgerung war, dass beide Methoden Erfolg bringen und im besten Fall auch kombiniert einzusetzen sind.
Es folgten Erläuterungen zu den drei Stufen des Lernprozesses: Erlernen, Festigen und Absichern. Auch hier wurde wieder die Brücke zum natürlichen Verhalten von wildlebenden Hunden gebaut. Es wurde dargelegt, in welcher Trieblage (Rudeltrieb, Beutetrieb) wir am besten in den Lernstufen arbeiten.
Exkurse zum Aggressionstrieb, in dem der Hund nicht mehr ansprechbar und kontrollierbar ist und zu den Auswirkungen von Stress, die sich negativ auf das Lernverhalten auswirken, rundeten dieses Thema ab.

Seminarleitung: Prof. Dr. Alfons Saus




"Spiel mit dem Hund"

Am Mittwoch, den 06. Mai 2009 fand das vierte Seminar in der Seminarreihe "Rund um den Hund" bei Alfons statt.

Hier ausnahmsweise anstatt des üblichen Kurzberichtes die "offizielle" Zusammenfassung von Alfons aus der Seminarankündigung:

Spiel als Basis der Erziehung und Ausbildung des Hundes

Erziehung und Ausbildung des Hundes gelingen im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch, wenn dabei die Prinzipien, die jedem Spiel zugrunde liegen, beachtet werden. Im Spiel werden alle Fähigkeiten des Hundes geweckt und gefördert. Auf der Basis moderner Spieltheorien kann der Hund zu unvermutet hohen körperlichen und geistigen Leistungen geführt werden, ohne ihn zu überfordern.

Seminarleitung: Prof. Dr. Alfons Saus

"Probleme rund um den Hund"

Das fünfte Seminar von Alfons am 03. Juni 2009 hatte das Thema "Probleme mit dem Hund".

Auf Alfons Eingangsfrage, ob es denn konkrete Probleme gebe, die man besprechen könne, äußerte sich niemand der etwa 15 erschienenen Zuhörer.
Gut - alles problemlose Beziehungen!
Also entschloss Alfons sich, in der Folge verstärkt auf die Ursachen und Entstehung möglicher Probleme einzugehen.

Erste Defizite werden dem Hund schon durch die Wurfplanung in die Wiege gelegt. Weitere Probleme liegen in der Aufzucht begründet. Ausführlich wurde auf die Bedingungen eingegangen, die Mutterhündin und Welpen in ihrem Verhalten bzw. in ihrer Entwicklung negativ beeinflussen. Fehler mit negativen Auswirkungen passieren im weiteren Leben eines Hundes bei der Auswahl der Welpenkäufer und im weiteren dann natürlich im Zusammenleben mit dem Hundeführer, der für artgerechte Entwicklung, Erziehung und Ausbildung des jungen Hundes sorgen muss.

Es konnte einem schon angst und bange werden, zu hören, was bereits schief gegangen sein kann, bevor wir unsere Hunde überhaupt das erste Mal sehen! Ganz abgesehen davon, was wir dann alles selber noch falsch machen dürfen.

Nach dem obligatorischen Abschluss des Vortrages, ob es denn noch Fragen zu diesem gebe, kamen tatsächlich einige Äußerungen nachdenklich gewordener Zuhörer zu eventuell dann doch vorhandenen Problemchen.

Wiedereinmal wurde durch den Vortrag das Bewußtsein und die Sensiblität gegenüber unseren vierbeinigen Begleitern erweitert. Möglicherweise können wir in Zukunft aufgrund des Gehörten viele Dinge in einem anderen Licht sehen, besser verstehen und früher erkennen.

Seminarleitung: Prof. Dr. Alfons Saus

VPG-Übungstage Sommer 2009

Abteilung B und C lässt grüßen!
Übungstage 07.-09. August 2009 der Übungsgruppe Eschweiler

Freitagmorgen um 9:00h sollte unser dreitägiges Training starten. Nach und nach trudelten alle ein, bis auf zwei Nachzügler, die sich jobbedingt erst für den Nachmittag angekündigt hatten. Manche kamen mit leichter Verspätung und insgesamt dauerte es ein bisschen, bis sich alle 12 Hundeführerinnen (ja, wir waren eine reine Frauentruppe, abgesehen natürlich von unserem Ausbilder Stephan Saus) mit immerhin 15 Hunden sortiert hatten. Es mussten allerdings auch schon am frühen Morgen etliche logistische Meisterleistungen vollbracht werden:Wie bringe ich bei drückender Hitze 15 Hunde so unter, dass sie einen langen Trainingstag überstehen?Wie bekommen wir alle mitgebrachten Leckereien für Mensch und Hund in einen nicht nur kleinen, sondern auch leicht altersschwachen Kühlschrank,so dass man die Tür noch schließen kann? Wo „parken“ wir die heiße Hündin (pünktlich zumTraining ´Stehtage`), ohne ungewollten Verpaarungen und liebestollen Rüden Vorschub zu leisten?
Gegen 9:45h, nach einen kurzen „Lagebesprechung“, ging’s dann los mit der ersten Runde ´Unterordnung`. Trotz wirklich irrer Hitze waren alle menschlichen Teilnehmer hochmotiviert und auch die pelzigen Teampartner haben feißig und konzentriert gearbeitet. Die Temperatur führte auch dazu, dass auf dem Platz eine Vielzahl interessanter Kopfbedeckungen zu sehen war, so dass unsere Hunde den nächsten „Pilzsammler“ wahrscheinlich gar nicht weiter bemerkenswert finden.

Nach intensiver Arbeit hatten wir alle eine Pause wirklich nötig – halt! – nicht alle...Stephan wirkte trotz mehrerer Stunden in praller Sonne und hoher Konzentration auf jedes Mensch-Hund-Team kein winziges Bisschen erschöpft. Für die Verpflegung war gesorgt, da wir uns vorher untereinander abgestimmt hatten und jeder etwas mitgebracht hatte. Das reichhaltige Angebot führte natürlich unweigerlich zum anschließenden „Suppenkoma“, aber Stephan hatte kein Erbarmen mit uns (wie sich das natürlich für einen Ausbilder gehört) und so schloss sich am Nachmittag eine weitere Einheit ´Unterordnung` mit Schwerpunkt „Apportieren“ an.

Nach einer schnellen Kaffeepause, bei der Kaffee und Kuchen fix im Stehen vertilgt wurden, war dann der ´Schutzdienst` dran. Weit sind wir allerdings nicht gekommen, da die Hitze mittlerweile zu vielen dunkelgrauen Wolken geführt hatte, die nach anfänglich leichtem Tröpfeln eine wahre Sintflut mit reichlich Blitz und Donner von sich gaben. Als auch nach einer knappen Stunde noch kein Ende der Wetterkatastrophe in Sicht war, wurde die Fortsetzung des Schutzdienstes auf den nächsten Tag verschoben.

Samstags hatte der Regen glücklicherweise aufgehört und die Temperaturen waren mit 18°C deutlich mehr zum Arbeiten geeignet. Wobei der extreme Temperatursturz natürlich dazu führte, dass wir uns alle mit Fleecejacken und ähnlichem fast schon winterfest ausgerüstet hatten. Aber selbstverständlich ist der erfahrene Hundeführer immer rundum ausgestattet: Nie ohne Regenjacke, Regenhose, wasserfeste Schuhe und Ersatzausrüstung, denn wer weiß, was kommt...

So verging dann auch das Wochenende mit mehreren Runden ´Unterordnung` und ´Schutzdienst`, ohne weitere Unwetter, mit ausgesprochen motivierten Menschen und Vierbeinern.
Eine Hündin konnte ab Samstag leider nicht mehr teilnehmen: Sie war Freitagnachmittag von Insekten „überfallen“ worden und musste aufgrund einer starken allergischen Reaktion erst zum Tierarzt und anschließend pausieren.

Am Ende des dreitägigen Trainings waren wir uns alle einig, intensiv gearbeitet und dabei viel gelernt zu haben.
Was uns alle weitergebracht hat, ist zum einen Stephans Fähigkeit als Ausbilder, nämlich sich auf jedes Team -Mensch und Hund gleichermaßen- individuell einzustellen. Wie so oft reichte die Bandbreite vom Junghund bis zum VPG3-Senior und vom fast noch Anfänger unter den Hundeführern bis zum erfahrenen Hundesportler. Für Stephan gar kein Problem, sich auf jeden einzustellen. Stephans Analysen zeichnen sich durch seine Genauigkeit aus sowie durch individuelle Lösungsansätze, passend zum jeweiligen Mensch-Hund-Team.
Zum anderen gab es durch das Seminar die gute Möglichkeit der intensiven Teambeobachtung, denn auch aus der Arbeit der anderen Teams läßt sich viel lernen.
Sehr lehrreich war auch die gemeinsame Besprechung der Videoaufnahmen des Trainings. Sich selbst einmal beim Arbeiten zu sehen führte doch zu vielfältigen Aha-Erlebnissen und gab manchmal auch einen Motivationsschub: „So schlecht sieht das ja gar nicht aus...eigentlich machen wir das doch ganz schön!“

Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Stimmung in der ganzen Gruppe während unserer drei Übungstage: Es war ein absolut entspanntes, harmonisches Wochenende in einer tollen Gruppe. Alle haben sich mit Engagement eingesetzt und mit angepackt, wann immer es etwas zu tun gab. Neben und bei der Arbeit wurde viel gelacht und da jeder auch über die eigenen Fehler schmunzeln konnte, waren es drei rundum gelungene Tage, in denen wir alle viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit mit unseren Hunden hatten.

Andrea mit Maja


Bilder VPG Sommer 2009

 

"Erste Hilfe am Hund"

Am Mittwoch, den 02. September 2009 fand das sechste Seminar mit dem Thema "Erste Hilfe am Hund" statt.
Heute hatte Alfons den Vortrag in die kompetente Zuständigkeit von Frau Dr. Nadine Schmitz gelegt, die als Tierärztin und gerne gesehene Besucherin unseres Hundeplatzes fundierte Ausführungen zum Thema vortrug.
Untermauert wurde der lebhaft und spannend vorgetragene Stoff von übersichtlichen Folien und unterbrochen wurde er von vielen Fragemöglichkeiten, die von den Zuhöreren auch ausgiebig genutzt wurden.

Die negative Erkenntnis war: es ist ernüchternd, wie wenig man letztendlich tuen kann, um seinem Vierbeiner in einer wirklich lebensbedrohlichen Situation helfen zu können.
Die positve Erkenntnis war: mit dem Wissen, das Frau Dr. Schmitz uns vermittelte, sollten wir in der Lage sein, verschiedene Situationen richtig zu erkennen und zu beurteilen (Notfall - kein Notfall - Zwischenfälle). Mit dieser Beurteilung haben wir die Chance, besonnen und richtig zu handeln, wenn dieses Handeln auch letztendlich in der Regel bedeutet, den Tierarzt aufzusuchen, um dort kompetente Hilfe zu erlangen.

Zu guter Letzt wurden dann noch einige praktische Übungen durchgeführt - denn ein paar praktische Dinge sollten schon zum "Handwerkszeug" jedes Hundebesitzer gehören. So wurden unter Nadines fachkundiger Anleitung von den Teilnehmern einige mehr oder weniger gelungene Verbände angelegt. Hier bedarf es eindeutig noch der Übung!
Als "Versuchskaninchen" und geduldiges "Opfer" hierfür mußte Nadines Pudelhündin Bella herhalten.
Unsere Hochachtung für die Geduld der kleinen Hündin mit uns Anfängern!

Es war wieder ein Vortrag, in den man mit bestimmten Erwartungen hineingegangen ist und der anders als erwartet verlaufen ist. Aber auch dieses Mal ist man um viele nutzbringende Erkenntnisse reicher nach Hause gegangen.
Es bleibt zu hoffen, daß wir diese Erkenntnisse nie in der Realität anzuwenden brauchen.

Fährtenseminar Herbst 2009

14. Fährtenseminar
mit Prof. Dr. Alfons Saus
vom 02.10. - 04.10.2009

Zu diesem Seminar war wieder mal eine große Anzahl an interessierten Teilnehmern gemeldet so dass nicht alle mitmachen konnten und einige deshalb auf das 15. Fährtenseminar vertröstet wurden. Helga reiste sogar aus Ostfriesland an. Neben 5 Fortgeschrittenen nahmen diesmal auch viele Anfänger - im wahrsten Sinne des Wortes - teil. Der Jüngste, Hovi Henry, war gerade mal 4 Monate alt.

Der erste Tag bei stürmischem, aber trockenem Wetter, begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Vereinsheim der Übungsgruppe Eschweiler. Hier konnten sich die insgesamt 13 Hundeführer erst einmal “beschnuppern” und den höchst interessanten Ausführungen von Alfons über Fährten mit dem Hund lauschen.

Anschließend ging es dann auf die Felder nach Ederen , wo der theoretische Teil in die Praxis umgesetzt wurde. Die Anfänger legten ihre ersten Schleppfährten, nach gezielter Einbeziehung von Windrichtungen und unter Anleitung von Alfons, aus. Die Fortgeschrittenen benötigten mehr Platz für ihre Fährtenverläufe, die auch das Überqueren von Wegen mit einbezog.

Nach den ersten Fährtenversuchen stellten sich schnell die Erfolge ein. Die Hunde und Ihre Hundeführer waren mit ganzer “Nase” und vollem körperlichem Einsatz bei der Sache. Die im Anschluss stattfindende Nachbesprechung mit einer Stärkung aus Frikadellen, Waffeln und Kuchen machte alle wieder fit für die nächste Tour. Abends um 20.00 Uhr waren alle redlich geschafft und ausgepowert von den neuen Erfahrungen.

Auch der nächste Tag begann wieder mit einem Frühstück. Dann wurde mit den Anfängerhunden das “Verweisen” geübt. Anschließend ging es wieder aufs Feld. Nun ging es schon etwas professioneller zu. Jeder musste seine Fährten in einem so genannten “Fährtenprotokoll” aufzeichnen. Einige etwas stürmischere Hunde wurden auf “Futterfährte”, das so genannte “Pflastern” umgestellt und arbeiteten noch konzentrierter als am Teg vorher. Den Hundeführern wurde hier natürlich einiges abverlangt und es war lustig anzusehen diese nun beim Fährtenlegen zu beobachten. Auch dieser Tag ging wieder abends mit einer Abschlussbesprechung zu Ende.

Der 3. und letzte Tag begann mit einem Highlight. Beim Frühstück knallten die Sektkorken. Herbert hatte Geburtstag. Nach dem Geburtstagsständchen ging es nach der Einweisung wieder ins Gelände. Der Schwierigkeitsgrad der Fährten wurde bei allen Hunden noch mal gesteigert. Die Fortgeschrittenen bauten Bögen, Halbkreise und sogar volle Kreise sowie Treppen und spitze Winkel ein, die von Alfons zusätzlich durch eine Verleitung erschwert wurden. Einige Hunde erhielten auch eine Fremdfährte.

Alle Teilnehmer erhielten eine von Alfons verfasste Broschüre über die Fährtensuche, um alles Gelernte noch einmal nachlesen zu können. Durch dieses erfolgreiche Seminar haben Hunde und Hundeführer viel an praktischen und theoretischen Kenntnissen dazu gewonnen und es wurde ihnen viel Spaß und Freude beim Fährten vermittelt.

Ganz herzlichem Dank sei am Ende nochmals Alfons auszusprechen, der in diesen 3 Tagen etliches an km zurückgelegt hat. Er ist mit jedem Teilnehmer alle Fährten zusammen abgegangen und so hatte
jeder eine ganz individuelle Betreuung. Vielen herzlichen Dank!

Klaudia Heinrich



Alle die nicht an diesem Seminar teilnehmen konnten haben etwas verpasst!

Teilnehmer:
Diane mit Kyra
Herbert mit Ayla
Helga mit Ischtar
Claudia mit Anka
Ute mit Faizah
Harald mit Joy
Klaudia mit Henry
Dieter mit Arco
Daniela mit Adelin
Sigrid mit Jolly und Luka
Karin mit Einstein
Heribert mit Indy
Rolf mit Siwa

Grunderziehung und Grundausbildung des Hundes

Am Mittwoch, den 07. Oktober 2009 fand das siebte Seminar in der Seminarreihe "Rund um den Hund" bei Alfons statt.

Hier anstatt des üblichen Kurzberichtes die "offizielle" Zusammenfassung von Alfons aus der Seminarankündigung:

Seminar Grunderziehung und Grundausbildung des Hundes am 07. Oktober 2009
Die Begriffe Erziehung und Ausbildung müssen streng voneinander getrennt werden. Es werden die Grundlagen der Erziehung und Ausbildung des Hundes behandelt. Die richtige Erziehung ist die Basis für die Ausbildung. Diese kann sehr vielfältig sein; mögliche Ausbildungsziele werden sowohl für den privaten als auch den sportlichen Bereich, wie z. B. „Spaß mit dem Hund“ , Begleithund, Fährtenhund, Turnierhund u.a. beschrieben, mit dem Ziel, sich ein individuelles Betätigungsfeld mit dem Hund aussuchen zu können.

Seminarleitung: Prof. Dr. Alfons Saus


Herbstprüfung 2009

Leistungsprüfung in Eschweiler am 15.11.2009 mit Landessiegermeisterschaft der Begleithunde

Für die sonntägliche Leistungsprüfung in Eschweiler am 15.11.2009 stand für alle Teilnehmer ein straffer Zeitplan an. Um weder den Verkehrsteil der Begleithunde, noch den Schutzdienst-Prüfungsteil der VPG-Prüfungen im Dunkeln absolvieren zu müssen, war der Start im Fährtengelände für 7:00h angesetzt - für die meisten Hundeführer war diese Uhrzeit schon die erste Prüfung des Tages.

Nach pünktlichem Start konnte Reinhold im Fährtengelände mit seinen beiden Hündinnen jeweils eine gute FPr 1 zeigen, mit 70 Punkten für Akasha vom Seidenspinner und 77 Punkten für Baika vom Hause Luka. Eine schöne Fährtenarbeit attestierte Leistungsrichter Helge Ludwig auch den drei Hündinnen, die mit dem Fährtenteil jeweils den ersten Teil ihrer VPG-Prüfung absolvierten. Faizah und Ute konnten sich 82 Punkte sichern, wobei Faizah eine schöne Suche zeigte, aber dennoch hinter ihren gewohnten Leistungen zurückblieb. Dass Faizah mit „der falschen Pfote“ aufgestanden war, sollte sich leider auch in den weiteren Prüfungsteilen noch zeigen.
Cerry geführt von Birgit sowie Jolly mit ihrer Hundeführerin Sigrid zeigten beide ebenfalls schöne Fährtenarbeiten mit jeweils 83 und 80 Punkten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten alle Hunde ungefähr auf der gleichen Höhe des Ackers Probleme mit der Suche, beginnend am Ende des ersten Schenkels bis hin zum Anfang des dritten Schenkels. Einstein vom Krinkelbach erwischte es dann schließlich bei seiner FPr 3: Trotz normalerweise guter Leistungen kam er hier so ins Schwimmen, dass die Prüfung vorzeitig beendet werden mußte, aber Karin trug es mit Fassung.
Auch Alfons mit Chiara hatte außergewöhnliches Pech, denn kurz vor dem Absuchen der FH1 tobten ein paar spielende Hunde quer über die Fährte (nein, keiner unserer Hunde!). Dank Alfons Erfahrung und Souveränität als Hundeführer und natürlich durch die Leistung seiner Hündin, konnte die Suche dennoch mit 82 Punkten erfolgreich abgeschlossen werden.

Nach der Fährte folgte die Unterordnung, zunächst mit der Landessiegerprüfung der Begleithunde, gefolgt von den VPG-Unterordnungen nach einer kurzen Mittagspause.
Das Feld der Teilnehmer bei der Landessiegermeisterschaft der Begleithunde war zwar klein, aber fein und so wurden ausnahmslos schöne Unterordnungen auf hohem Niveau von zumeist noch recht jungen Hunden gezeigt. Grobe Patzer leistete sich keines der angetretenen Teams, hier und da führten kleine Unaufmerksamkeiten zu Punktabzügen und jede Kleinigkeit wurde von Helge Ludwigs scharfem Auge wahrgenommen und nicht nur mit Punktabzug geahndet, sondern bei der Beurteilung auch mit einem Augenzwinkern kommentiert.

Für die beiden ersten Mensch-Hund-Teams war die Anspannung besonders groß, da es sich jeweils um eine Erst-BH handelte. Aber die vorhergehende Arbeit im Training zahlte sich aus: Andrea und Maja wurden für die schöne Teamarbeit gelobt und auch Alois und Armani konnten mit Ihrer Leistung überzeugen. Verena und Finja zeigten wie gewohnt eine sportlich-dynamische Unterordnung, Gabi mit Candy und Barbara mit Ringo absolvierten das Laufschema ebenfalls souverän ohne größere Beanstandungen. Claudias Hündin Anka zeigte eine schöne, temperamentvolle BH und bekam von Richter Helge Ludwig den Titel „ein sehr lustiger Hund“. Last but not least lief Claudia mit ihrer Hündin Bellis und zeigte eine wunderschöne Unterordnung, die ihr am Ende auch den ersten Platz der Landessiegermeisterschaft der Begleithunde einbrachte. Platz zwei ging an Andrea mit Maja und den dritten Platz belegte Verena mit Finja. An dieser Stelle auch ein „Danke schön“ an Silke, die mit ihrer Boxerhündin Etienne netterweise als „Partner“ für Claudia und Bellis eingesprungen ist.
Später am Nachmittag konnten dann alle Hunde im Verkehrsteil durch sicheres Verhalten in Alltagssituationen überzeugen: Radfahrer, Jogger, hupende Autos und enge Menschengruppen stellten für keinen der Hunde ein Problem dar. Zudem bewiesen Mensch und Hund im strömenden Regen auch Wetterfestigkeit.
Vermißt haben wir bei dieser Landessiegerprüfung nur die stellvertretende NRW-Übungswartin Sandy Höller, die leider krankheitsbedingt nicht wie geplant dabei sein konnte (Liebe Sandy, viele Grüße, hoffentlich bist Du wieder fit!).

Nach den Begleithundeprüfungen standen die drei VPG-Unterordnungen an: Sigrid und Jolly konnten sich gute 85 Punkte sichern, Birgit und Cerry mußten ein paar mehr Punkte lassen, weil Cerry beim Schuß doch lieber ein bißchen näher an Birgit ranrutschen wollte, statt viel zu weite 30 Schritte weg alleine zu bleiben.
Dass dieser Tag wirklich nicht Faizahs Tag war, wurde in der Unterordnung schnell deutlich. Sie war nicht zum Arbeiten zu bewegen und ging am Ende ohne Punkte vom Platz. Auch im anschließenden letzten Prüfungsteil, dem Schutzdienst, kam Faizah nicht an Ihre gewohnten Leistungen heran, so dass die VPG 1 leider nicht erfolgreich abgelegt wurde. Auch Jolly, die bisher gute Leistungen erzielt hatte, konnte im Schutzdienst ihr gestecktes Ziel leider nicht erreichen, einzig Birgit und Cerry konnten wir nach überzeugender Arbeit im Schutzdienst zur erfolgreich abgelegten VPG 2 gratulieren.

Alles in allem war es ein spannender Prüfungstag in schöner Atmosphäre. An dieser Stelle ein herzliches „Danke schön“ an alle, die dazu beigetragen haben!
Ganz besonders an unseren Leistungsrichter Helge Ludwig: Alle Prüfungen wurden mit Sachverstand und durchaus strengem Auge bewertet, gleichzeitig aber Hund und Hundeführer mit Geduld und Einfühlungsvermögen immer optimal dabei unterstützt, die bestmögliche Leistung zu zeigen.
Ein besonderer Dank auch an Margit, deren sorgfältige Planung, Vorbereitung und Leitung der Prüfung entscheidend für den reibungslosen Ablauf des Tages war.
Auch der Mutter von Karin gebührt ein extra „Danke schön“, weil sie uns den ganzen Tag in der Küche umsorgt hat.
Und zu guter Letzt: Stephan, vielen Dank für Deine Unterstützung und Geduld als Ausbilder und die vielen Meter Fährte, die Du bei der Prüfung noch im Dunkeln gelegt hast!

Andrea mit Maja



 
   
Reinhold mit Akasha vom Seidenspinner   FPR1  70     
Reinhold mit Baika vom Hause Luka  FPR1  77     
Sigrid mit Jolly (ALice vom Kufner Land)   VPG1  80  85 
Ute mit Faizah (Franzi von Berchtenstadt)  VPG1  82 
Birgit mit Cerry (Cashmere von Arco Bado)  VPG2  83  73  81 
Karin mit Einstein vom Krinkelbach   FPR3  23     
Alfon mit CHiara (Hummel vom Burgholz)  FH1  82     
Andrea mit Maja (Biene von der Sander Höhe)  BH  bestanden, beste Erst-BH, 2. Platz Landessiegerprüfung      
Alois mit Armani vom steilen Hang  BH  bestanden     
Claudia mit Anka von den Blauen Tannen  BH  bestanden     
Barbara mit Ringo (Dingo vom Hause Luka)   BH  bestanden      
Verena mit Finja (Annika von der Sander Höhe)  BH  bestanden, 3. Platz Landessiegerprüfung      
Gabi mit Cany vom Dreimädelhaus  BH  bestanden     
Claudia mit Bellis (Benta vom Niederrhein)   BH  bestanden, Landessieger     
         
         
Bilder Herbstprüfung 2009