Fährtenseminar Frühjahr 2008
9. Fährtenseminar vom 29.02.-02.03.2008
„Fährten ist mehr als die Suche nach Spuren“ (Alfons Saus)
Trotz Sturmtief „Emma“ blieb uns der Wettergott zum 9. Fährtenseminar (29.02.-02.03.2008) von Alfons Saus gnädig und es reisten zwölf motivierte Teilnehmer an, um die Fährtenfähigkeiten ihrer Hunde und sich selbst zu schulen. Nach einer theoretischen Einführung über die Grundsätze des Fährtens konnten alle sich und ihre Hunde im praktischen Tun üben.
Da der Ausbildungsstand der Hunde und die Kenntnisse ihrer Hundeführer zum Teil recht unterschiedlich waren, musste Alfons sich der Herausforderung stellen, alle Teilnehmer zufrieden zu stellen. Es wurde recht schnell klar, dass ihm das (trotz der hohen Teilnehmerzahl gelang und so konnten die „Fährtenneulinge“ von den „alten Hasen“ profitieren.
Schön zu sehen, dass die unterschiedlichsten Hunderassen sich in der Fährte üben konnten und ihre Besitzer/innen viele Fragen hatten. Nach jeder praktischen Übung nahm Alfons sich die Zeit, Erklärungen zu den einzelnen Hunden und ihrer Führer/innen zu geben und jeder von uns hat sicherlich von der Vielfalt seiner Erfahrung profitieren können.
Für den ein oder anderen gab es spannende Aufklärung darüber, dass die Beziehung zum eigenen Hund ihr Pendant in der Fährtenarbeit findet, während andere überrascht waren, zu sehen, wie viel Freude ihre Hunde an der Fährtenarbeit haben. Am zweiten und dritten Tag des Seminars gab es schon stolze Teilnehmer/innen, die sich über Fortschritte ihrer Hunde freuten.
Schwierigkeiten in der Fährtenarbeit wurden erkannt und umgesetzt; dies nicht zuletzt durch Alfons` positive Art Kritik zu üben.
Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl gab es natürlich auch Wartezeiten und für manche vielleicht nicht genug Gelegenheit, mehrere Fährten zu legen. Jedoch wurden die Aktionen jedes Einzelnen sehr ausführlich besprochen, so dass es – alles in Allem- ein gelungenes Fährtenseminar war und die Teilnehmer reisten beeindruckt und am Sonntagnachmittag wieder ab.
So mögen sich die hundelosen Menschen in unserer Umgebung denn nicht wundern, wenn sich demnächst diverse Hundehalter mit Fährtenstöcken bewaffnet auf Wiesen tummeln und in Begeisterungsrufe ausbrechen, wenn ihre Hunde, die Nase am Boden, verwirrenden Zickzacklinien folgen.
Einen Änderungsvorschlag für die nächsten Seminare möchten wir noch abschließend an Alfons geben: Du hast uns alle wieder einmal begeistern können. ….allerdings würden wir uns zur Veranschaulichung der theoretischen Ausführungen mehr Bildmaterial wünschen.
Verena Breuer und Hannelore Fetten
VPG Übungstage Frühjahr 2008
VPG-Seminar vom 22.05. – 25.05.2008
Stephan Saus hatte wieder einmal zu einem Seminar im Rahmen „Vielseitigkeitsprüfung Gebrauchshunde" eingeladen.
Sechs Teilnehmerinnen mit ihren Hovawarten:
Ute mit Faizah,
Barbara mit Ringo,
Sigrid mit Jolly,
Sabine mit Viva,
Kerstin mit Cato,
Verena mit Finja
ließen ihre sonstigen Tagesaktivitäten hinter sich und trafen sich am 22.05.2008 bei schönstem Wetter um sich und ihre Hunde zu trainieren. Es standen die Bereiche „Fährte", „Unterordnung" und „Schutzdienst" auf dem Programm und alle freuten sich, dass ab dem zweiten Seminartag auch ausreichend Fährtengelände zur Verfügung stand (herzlichen Dank Aggi!!).
Vorweg möchten wir uns noch bedanken bei den engagierten „Küchenfeen", die es neben dem Seminar noch geschafft haben, für unser leibliches Wohl zu sorgen und bei den engagierten Familienmitgliedern von Barbara, die fürsorglich jeden Tag mit transportablem Grill und Bergen an Wüstchen und Fleisch zum Übungsplatz gekommen sind, damit wir nicht verhungern. Ebenso vielen herzlichen Dank an Kerstins Mann, der geduldig stundenlang Foto- und Videoaufnahmen gemacht hat – wir freuen uns schon auf die Aufnahmen!
Am ersten Tag gab es einen theoretischen Einstieg in die Fährtenarbeit und die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen. Stephan ist wie immer geduldig auf die einzelnen Fragen eingegangen und wir konnten somit einen individuellen Trainingsbeginn für die Fährtenarbeit am zweiten Tag festlegen.
Im folgenden Trainingsabschnitt Unterordnung wurde ziemlich schnell deutlich, dass sich alle aus unserer Gruppe mit ähnlicher Problematik herumschlugen: nämlich zu lernen, die eigenen Anforderungen an den Hund zu steigern und unseren `eigensinnigen´ Hovawarten zu vermitteln, dass es nichts Wichtigeres gibt als die Hundeführerin! Hier hat es Stephan wieder einmal mit viel Einfühlungsvermögen geschafft, nicht nur die Fähigkeiten der Hunde sondern auch die Persönlichkeiten und Stimmungslagen der Hundeführerinnen einzuschätzen und in seine Verbesserungsanweisungen einzubeziehen.
Abschluss des Tages waren in der Abteilung C (Schutzdienst) zum einen das Revieren (für einige Hunde noch ganz neu und für die versierten Hunde eine willkommene Auslastung ihres Temperamentes) und zum anderen die Beutearbeit.
Die beiden folgenden Tage begannen mit der geplanten Fährtenarbeit und wurden nach den Unterordnungsübungen mit dem Schutzdienst beendet.
Schön war, dass wir die einzelnen Fährten der Hunde mitverfolgen konnten und auch da schon jeder von den Tipps durch Stephan profitieren konnte. Für viele war es ein Erlebnis zu sehen, wie freudig ihre Vierbeiner der Spur folgten und Gegenstände anzeigten und wenn es dem Hund/Hundeführer gelang, eine Verbesserung in der Fährtenarbeit zu erreichen, freute sich jeder aus dem Team mit (übrigens barfuß zu fährten scheint Erfolg versprechend, denn Sabines Viva arbeitete ihre Fährte am 2. Tag wunderbar konzentriert und ruhig aus)
Es wurde jedoch auch klar, dass ein Tag nicht wie der andere für unsere Hunde und ihre Leistungen ist und wir uns immer wieder neu auf die Verhaltensweisen der „Spürnasen" einstellen müssen.
Im Rahmen der Unterordnung konnten einige Hundeführerinnen im Laufe der Tage viele Anregungen von Stephan umsetzen und stellten fest, wir wirksam diese sind. Auch hier gab es wieder Zufriedenheit bei allen, wenn etwas immer besser gelang und auf der anderen Seite immer wieder weiterführende Ausführungen von Stephan, falls es nicht klappen wollte.
Bei der Schutzdienstarbeit ist es Stephan wieder in altbewährter Manier gelungen, die Hunde in ihrer eigenen Art zu nehmen und individuell herauszufordern. Wir hatten immer wieder Spass zu sehen, wie stolz unsere Hunde nach geleisteter Beutearbeit ihre Ärmel vom Platz trugen.
Neben dem praktischen Tun gab es aber auch immer wieder genügend Zeit, Fragen zu stellen und Schwierigkeiten zu thematisieren. Neben allgemeinen Tipps hat Stephan es auch nicht vergessen, zusätzlich Informationen und Kenntnisse über Prüfungsvorschriften und –abläufe „abzufragen" bzw. zu vermitteln.
So sind alle Teilnehmerinnen sicher am Ende eines jeden Tages müde und voller neuer Eindrücke nach Hause gefahren um ihre ausgelasteten Hovawarte „zu Bett zu bringen" und sich selbst nach anstrengender Konzentrationsarbeit zu erholen.
Abschluss des Seminars war der Sonntagmittag, nachdem alle Teams sich im Anschluss an die Unterordnung im VPG-1-Ablauf geübt hatten.
Wir fuhren alle zufrieden nach Hause mit den Erkenntnissen:
anstrengende Hundeseminare können trotz ausgezeichneter Verpflegung zur Gewichtsreduktion bei der Hundeführerin führen und unsere Hunde können nur das umsetzen, was ihnen auch abverlangt wird - heißt: wir müssen alle weiter lernen, auch unsere unterbewusst ablaufenden Stimmungen/Signale zu erkennen und zu steuern, so dass sich unsere lernwilligen Hovis darauf einstellen können.
Zum guten Schluss ein großes Dankeschön an Stephan, der wieder so viel Zeit für uns hatte und jeden richtig zu nehmen weiß. Ebenso Danke an Daniela, die uns jeden Tag besucht hat und sich mit um unser (nicht nur) leibliches Wohl gekümmert hat.
Verena
Bilder VPG Frühjahr 2008
NRW Cup 2008
Am 01.06.2008 starteten 2 BH-Teams beim NRW Cup in Gummersbach.
Diemo mit Arik
Wiebke mit Totti
Kerstin mit Kato
(Birgit mit Cerry, Reserve)
Barbara mit Ringo
Ute mit Faizah
Gaby mit Candy
(Karin mit Nobellady, Reserve)
Um 07.30 war Beginn der Veranstaltung, dies hieß für die meisten von uns so zwischen 5.00 und 5.30 aufstehen. Und das am Sonntagmorgen! Selbst einige unverdrossene "Schlachtenbummler" ließen es sich nicht nehmen, von Anfang an dabei zu sein.
Aufgrund einiger Verschiebungen im Zeitplan kam es dann doch nicht so schlimm und Diemo mit Arik mußten als erstes Team erst gegen 9.00 starten. So hatten wenigstens die Hunde Zeit genug wach zu werden. Diemo und Arik lieferten zum Beginn eine solide Leistung ab, die mit 52 Punkten belohnt wurde. Es folgten wenig später unsere "Routiniers" Barbara mit Ringo, die stolze 56 Punkte für das Team einfuhren. Gegen Mittag ließen sich dann Ute und Faizah auch nicht lumpen und zogen ebenfalls mit hervorragenden 56 Punten nach. Wiebke mit Totti liefen trotz der mittäglichen Wärme, die Totti gar nicht toll fand, eine schöne Unterordnung. Kerstin mit Kato lieferten ebenfalls ein gutes Ergebnis ab und wurden von Leistungsrichter Michael Vorsatz für ihre zügige Darbietung gelobt. Mit Gabi und Candy kam dann eines unserer zuverlässigsten Teams und die Pechvögel des Tages an die Reihe: von der Ablage in heißer Sonne, auf einer Wiese, die von niedrig fliegenden Insekten wimmelte und mit einem erst vor zwei Wochen operierten Bauch, hielt Candy nun gar nichts. Erst mal wieder hinsetzen und 'drüber nachdenken. Nun ja - der Chef hat "Platz" gesagt, leg ich mich mal wieder hin. Immer noch nicht besser. Vielleicht steh ich mal ganz langsam auf und geh ein Stück näher zu Frauchen in den Schatten und leg mich wieder hin. Nee - immer noch nicht gut - jetzt geh ich aber zu Frauchen und sag ihr, daß das alles nicht gut ist.
Gabi trug es mit Fassung, wartete äußerlich ganz ruhig auf das Ende der anderen Unterordung und ging dann ihre eigene Unterordnung in bekannt schöner Weise an. Aber wenn man schon kein Glück hat, kommt auch noch Pecht hinzu: hätte Candy ein schönes "Sitz" gezeigt, anstatt ein ebenso schönes "Platz" - was aber leider an der Stelle nicht angesagt war, hätte sie aufgrund der schönen Leistung noch eine gute Bewertung erhalten. Trotzdem: schön war's, ihr beiden!
Zuletzt ist noch von unserem "Verräter" Karin und ihrer Nobellady zu berichten. "Nur" als Reserveteam angereist (natürlich trotzdem um 07.30!) hat Karin natürlich sofort geholfen, als in einem anderen BH-Team jemand ausgefallen war und der Terminplan ganz unübersichtlich zu werden drohte. So startete "unsere" Karin für Gummersbach. Schön gemacht hat sie es - und sooo stolz auf ihre Nobellady war sie! Wir freuen uns alle mit Dir (aber nächstes Jahr holst Du die Punkte für UNS!).
Alles in allem konnten wir sehr zufrieden sein, und die Leistungen der BH-Teams wurden mit Platz 3 und 4 belohnt. Nach zwei Jahren Abwesenheit der Übungsgruppe Eschweiler von dem Turnier war dies ein gelungener Wiedereinstieg.
Am späten Nachmittag hatten wir die Gelegenheit mit Peter Thome und Frank Jansen als Vertreter des RZV ein klärendes Gespräch über die Zukunft unserer Übungsgruppe im RZV zu führen.
Wie eigentlich immer im Leben ist es so, daß Probleme am besten gelöst werden, wenn man über sie spricht. So konnten schnell einige Missverständnisse aufgeklärt werden, die aufgrund von Gerüchten unbekannter Herkunft im Raum standen. Auf der anderen Seite wurde durch die Bereitschaft der Übungsgruppe, sich wieder stärker im RZV zu engagieren ein positives Signal gesetzt, so daß beiderseitiges Einvernehmen darüber erzielt wurde, die Übungsgruppe weiterhin als "RZV-Übungsgruppe" bestehen zu lassen.
An dieser Stelle ein "Dankeschön" an diejenigen, die den weiten Weg nach Gummersbach nicht gescheut haben, natürlich zum einen um die Teams zu unterstützen, zum anderen aber auch um die Übungsgruppe mit Nachdruck zu repräsentieren.
Sigrid
Bilder NRW-Cup 2008
Sommerfest 2008
Am 06. September 2008 war es endlich soweit. Das neue Gelände inklusive Gebäude ist mittlerweile soweit fertiggestellt, daß wenigsten "inoffiziell" (Zitat Stephan) die Einweihung stattfinden konnte. Luxuriöse Dinge wie ein festes Dach über dem Kopf, fließendes Wasser und WC's (die Betonung liegt auf "W"!) haben Einzug gehalten. Strom gibt es zwar immer noch nicht, aber durch den "Leihstrom" (ebenfalls Zitat Stephan) aus einem geliehenen Aggregat brauchten wir noch nicht einmal bei Kerzenschein zu feiern.
Zu verdanken haben die zahlreich erschienenen Hundeführer mitsamt Anhang dies den ungezählten Arbeitsstunden, die von Familie Saus und ihren Helfern in dieses Projekt gesteckt wurden. Es ist wirklich toll geworden, wir danken ganz herzlich für die liebe Einladung und für das große Engagement im Sinne der Hunde und ihrer Menschen.
Nachdem wir am Nachmittag in der "Großen Gruppe" bei zum Teil regnerischem Wetter noch etwas mit unseren Vierbeinern getan hatten, fanden sich nach und nach alle vor dem neuen Gebäude ein. Das Wetter hatte ein Einsehen und schickte noch reichlich Sonnenstrahlen zur Untermalung. Stephan und Daniela hießen uns willkommen und anschließend konnte der Hunger mit Gegrilltem und selbstgemachten Salaten gestillt werden.
Wie selbstverständlich waren in diesem ganzen ungewohnten Durcheinander überall unsere Hunde zu finden: an der Leine, in einer Ecke liegend, nahebei angebunden und auch schonmal auf dem Arm oder einfach mittendrin!
Frisch gestärkt wurde dann die Anwesenheit von gleich mehreren männlichen Mitgliedern der Übungsgruppe genutzt, um einen weiteren Lichtmast aufzustellen. Ehrlich gesagt, war dies eine ziemlich abenteuerliche Geschichte, aber erstaunlicherweise steht der Mast!
Die jüngeren Besucher nutzten derweil den zukünftigen Welpenplatz zum Fußballspielen.
Eine ganz junge Besucherin kam dann noch zusammen mit Silke: gerade nach der zu frühen Entbindung und dem nachfolgenden Krankenhausaufenthalt zu Hause eingezogen, ließ die kleine Nina es sich nicht nehmen, schonmal die erste Nase voll Hundeplatzluft zu schnuppern.
Später saß man dann noch gemütlich zusammen und ließ einen schönen Tag ausklingen - über eine Wiederholung im nächsten Jahr sollte unbedingt nachgedacht werden!
Sigrid
Bilder Sommerfest 2008
"Wesensveranlagungen des Hundes"
Am 17. Oktober 2008 fand das erste Seminar bei Alfons im Rahmen der Seminarreihe "Rund um den Hund" statt.
Thema des etwa zweistündigen Vortrags an diesem Abend war "Wesensveranlagungen des Hundes".
Was ist eigentlich das "Wesen"? Welche der Eigenschaften, die das "Wesen" ausmachen sind angeboren - welche erworben?
Mit diesen wesentlichen Einstiegsfragen hatte Alfons die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer für die nachfolgenden Ausführungen gewonnen. Es folgte ein hochinteressanter Vortrag über Rudeltrieb und Rudelverhalten, Beutetrieb, Wehrtrieb und Spieltrieb mit den zugehörigen Bereichen wie z.B. Spürtrieb, Stöbertrieb, Fortpflanzungstrieb. Dargestellt wurde auch, wie und unter welchen Einflüssen etwa der Wehrtrieb in Agression umschlagen kann.
Die gesamte Thematik wurde anhand des natürlichen Verhaltens von wildlebenden Hunden (insbesondere des Wolfsrudels) untermauert, da die ursprünglichen Triebe und Verhaltensweisen dieser Hunde/Wölfe auch bei unseren Hunden wesensbestimmend sind. Alfons gelang es zu vermitteln, wie wichtig das Erkennen dieser Zusammenhänge ist. Sie sind die Basis, auf der wir das Verhalten unserer Hunde verstehen können und sie sind auch die Basis für unser richtiges Verhalten als "Rudelführer".
Referent: Prof. Dr. Alfons Saus
Bericht von Sigrid Laufkötter
Fährtenseminar Herbst 2008
Das 10. Fährtenseminar
vom 14. - 16. November 2008 mit Alfons Saus
war mit 10 Teilnehmern im Nu ausgebucht, sodass es ein Folgeseminar im Januar/Februar geben wird siehe:
www.uebungsgruppe-eschweiler.de
Unter „eigenem“ Dach, im gemütlichen Vortragsraum wurden wir von Alfons mit einem theoretischen Teil auf die nachfolgende praktische Fährtenarbeit eingestimmt. Anfänger wie Fortgeschrittene konzentrierten sich auf seine Ausführungen, sodass wir hoch motiviert in das Fährtengelände starteten.
Eindrücklich hat Alfons uns mit auf den Weg gegeben, dass Fährtenarbeit Teamarbeit ist und wir diese auch so aufbauen, dass sich Hund und Hundeführer aufeinander verlassen und vertrauen können.
Das Fährtengelände wurde von Alfons nach Ausbildungsstand übersichtlich eingeteilt und abgesprochen, wer, wie, welche Fährte mit Anzahl Gegenständen und Liegezeit legt. Jede Fährte wurde von Alfons begleitet und zukunftsweisend kommentiert. Alfons muss wieder km über km gelaufen sein! Nächstes Mal gibt es rein aus Interesse einen „Schrittzähler“! Mit stürmischen Winden ist man im flachen Eschweiler Land immer gut dabei und so suchte der Hund gezielt mal mit dem Wind – mal gegen den Wind. Dank den Erklärungen von Alfons konnten wir hier viel durch und über unsere Hunde lernen. Alfons zeigte uns, unsere Hunde zu beobachten und daraus die richtigen „Rückmeldungen“ zu ziehen.
Am Abend fand eine ausführliche und intensive Nach-Besprechung statt und jeder konnte für den nächsten Tag individuelle Anregungen für den weiteren Aufbau und steigenden Schwierigkeitsgrad mitnehmen.
Am zweiten Tag ging es zügig in die Fährte, um das zwar ungemütliche, aber noch trockene Wetter nutzen zu können. Jeder konnte mit dem Erlernten vom Vortag seine Schwierigkeiten in der Fährte erhöhen und feststellen, dass sein Hund die Fährtenarbeit freudig annahm. Am Nachmittag folgte eine, den Fährtentag reflektierende, Nachbesprechung, wieder mit wegweisenden Tipps für die Weiterarbeit.
Außerhalb der Fährte wurden das Verweisen, hilfreiche Unterordnungsübungen und „Leinentechnik“ trainiert und verfeinert um“ Druck“ auf der Fährte zu vermeiden. Alfons lehrt und empfiehlt uns in der Fährte möglichst wenig Druck auszuüben, damit der Hund in seiner Nasenarbeit nicht beeinflusst wird und seine Suchtätigkeit in innerer Freiheit leisten kann.
Am 3. Tag setzte nun auch der unvermeidliche, andauernde Nieselregen ein. Aber Fährtenarbeit ist Fleißarbeit und wir wollten fleißig sein. Also stapften wir unverdrossen unsere Fährte über die zunehmend aufweichende Mischwiese und konnten erleben wie begeistert unsere Hunde, egal welche Wetterverhältnisse, die Fährten absuchten. Da war schon festzustellen, dass die Hunde sich nun richtig auf Fährtenarbeit freuten und somit waren wir natürlich auch mit Leidenschaft dabei. Links/Rechts-Wechsel wurden praktiziert und Alfons war unermüdlich an unserer Seite, um Hilfestellung für dies und das oder zur Orientierung zu geben.
Mit der Orientierung beim Fährten ist das dann doch so eine Sache – immer zum Horizont (nicht auf den Boden), aber so manche Dinge verändern sich plötzlich – statt kleiner Strauch, ist es auf einmal großer Strauch, statt 4 Zaunpfähle sind es plötzlich 5, der Grasbüschel ist verschwunden und der zur Orientierung für den Winkel vom „Nachbarn“ gewählte Fährtenstock auf einmal weg…
Gut gemeinte Hilfen, wie vermeintlich unmotiviert rum liegende Gegenstände aufzunehmen, im Glauben, die seien „aus der Tasche“ gefallen, wurden mit Humor genommen.
Überhaupt hat sich die Gruppe sehr gut verstanden, war untereinander äußerst hilfsbereit und die gute Stimmung konnte man während des gesamten Seminars spüren.
Zum Abschluss gab es noch schriftliches Material von Alfons zum Nachlesen für alles, was für die Fährtenarbeit wichtig ist. Bei dem Spaß, den wir hatten wird sich sicher jeder diese Ausarbeitungen verinnerlichen, denn die Anfänger sind auf den Geschmack zum Weitermachen gekommen und die Fortgeschrittenen angespornt worden, die Fährtenarbeit zu vertiefen.
Dank an Alfons, der solch ein Seminar ganz nebenbei auch noch gerne durch Ratschläge aus seinem ungeheuer vielfältigen Hunde-Wissensschatz bereichert.
Bericht von Karin
Teilnehmer:
Birgit mit Lisa
Ralf mit Svenja
Marlies mit Gary
Ute mit Faizah
Claudia mit Anka
Ulrike mit Puma
Doris mit Farush
Anne mit Hannah
Sigrid mit Jolly
Karin mit Einstein
Bilder Fährtenseminar
Herbstprüfung 2008
Am 23. November 2008 fand unsere Herbstprüfung statt.
Dies allein ist schon bemerkenswert, da am Freitag zuvor der Winter im (erweiterten) Rheinland Einzug gehalten hatte, mit allem dazugehörigen Chaos.
Sturm, Kälte und Graupelschauer ließen uns eher mit Grausen als mit Vorfreude an die bevorstehende Prüfung denken.
Der frühe Sonntagmorgen zeigte sich dann leicht verschneit, windig und s...ehr kalt. Aber alles kein Grund, die Prüfung ausfallen zu lassen.
So trafen wir uns gegen 8.00 Uhr alle am neuen "Hundehaus" zum Frühstück und zur Lagebesprechung.
Um 9.00 Uhr fuhren wir geschlossen zum diesmal nahegelegenen Fährtengelände. Eine Wiese und einen groben Acker hatten wir zur Verfügung. Beide waren teilweise schneebedeckt und leicht angefroren - das Ganze bei noch immer mittelstarkem Wind. Diese Bodenbeschaffenheit war für alle unsere Hunde Neuland, denn bei uns gibt es so gut wie nie Schnee. Um so mehr haben wir uns gefreut, wie gut unsere Hunde mit den Bedingungen zurecht kamen. Alle Fährtenprüfungen wurden mit guten Ergebnissen abgesucht, inklusive der erst am Mittag abzusuchenden FH1. Lediglich ein Team konnte die erforderliche Punktzahl nicht erreichen (...schade).
Nun auch leicht angefroren, ging es zurück zum Platz, wo der Unterordnungsteil der Begleithundeprüfungen abgelegt wurde. Alle drei Teams zeigten gute Leistungen.
Es folgte die Mittags-Aufwärm-Pause. Vielen Dank an alle, die für Salate und Kuchen gesorgt haben. Und natürlich auch Dank an Wolfram, der mitten im November heißes Gegrilltes auf den Tisch zauberte (denn Strom haben wir immer noch nicht!).
Im Anschluß wurde der Straßenteil der BH-Prüfung am Parkplatz Blausteinsee absolviert. Nach problemlosen Ablauf konnte unsere Leistungsrichterin, Frau Manuela Dossinger, zu drei bestandenen BH's gratulieren.
Zurück am Platz wurden die beiden VPG-Unterordnungen gelaufen, die im Wesentlichen auch problemlos abliefen. Unter der Kategorie "Öfter mal was Neues" kann Cerries Aktion verbucht werden, Birigt beim Bringen auf ebener Erde das Holz vor die Füße zu werfen ("...das hat sie doch noch nie getan...!").
Im Anschluß an eine kurze Kaffee-Aufwärm-Pause folgte Teil C der VPG-Prüfungen, der ebenfalls von beiden Teams erfolgreich abgelegt wurde.
Letztendlich total durchgefroren, waren wir froh, daß nun alle Prüfungsteile erledigt waren und wir ins Warme gehen konnten.
Hier saßen wir gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen, während Frau Dossinger und unsere Prüfungsleiterin Claudia sich durch den üblichen Papierwust quälten.
Nach der Siegerehrung mußten dann leider die meisten zusehen, daß sie möglichst schnell auf die Autobahn und nach Hause kamen, da das Wetter sich wieder rapide verschlechterte und heftiger Schneefall einsetzte.
Bleibt mir zu hoffen, daß alle gut nach Hause gekommen sind, vor allem Frau Dossinger, die immerhin noch gute 300km vor sich hatte.
Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Dossinger, die sich als Leistungsrichterin für diesen zusätzlichen Termin zur Verfügung gestellt hat, an Claudia, die die Prüfungsleitung übernommen hat, an Barbara, die den Hauptteil der Organisation erledigt hat, an unsere Ausbilder Stephan und Alfons, die sich mit uns gefreut haben und an die anderen Helfer im Hintergrund.
Gruß auch an Diemo und Arik, die aufgrund von Ariks Verletzung nicht an der Prüfung teilnehmen konnten - gute Besserung!
Bericht von Sigrid
Bilder Herbstprüfung 2008
An der Prüfung haben teilgenommen und folgende Ergebnisse erzielt:
| BH | VPG Teil A | VPG Teil B | VPG Teil C | FH | |
| Marita mit Rumba | bestanden | ||||
| Verena mit Finja | bestanden | ||||
| Kerstin mit Kato | Punkte folgen - beste BH | ||||
| Alfons mit Chiara | FH1 - 93 Punkte | ||||
| Birgit mit Totti | FPR1 - 91 Punkte | ||||
| Karin mit Einstein | FPR1 - 88 Punkte | ||||
| Sigrid mit Jolly | FPR1 - 94 Punkte | ||||
| Barbara mit Ringo VPG2 | 62 Punkte | 78 Punkte | 82 Punkte | ||
| Birgit mit Cerrie VPG1 | 94 Punkte | 84 Punkte | 80 Punkte |





