uebungsgruppe-eschweiler

2007

VPG Übungstage Frühjahr 2007

Anfang Mai 2007 war es endlich soweit: die ersten Übungstage auf unserem neuen Platz in Eschweiler-Fronhoven!
Eigentlich war dieser Platz zu dieser Zeit noch nicht viel mehr als ein im Vorjahr abgeerntetes Maisfeld, durchwachsen mit Gras und jeder Menge Unkraut. Anzeichen von Zivilisation waren lediglich an dem eingezäunten Welpenplatz, den beiden Bauwagen, dem ohne weitere Anbindung einsam in der Landschaft stehenden Tor und dem sonnengelben "Toi"-Häuschen zu erkennen. Ob es an diesen Umständen lag oder daran, daß Stephan die Ankündigung des Seminars geschickt in einer E-Mail zwischen anderen Informationen versteckt hatte - es wurde eine gemütliche Veranstaltung mit nur 5 Teilnehmern und ihren Hunden:

Silke mit Etienne
Ute mit Faizah
Sigrid mit Jolly

später dazu kamen noch

Barbara mit Ringo
Elsbeth mit Bele.

Zum Fährten "mußten" wir ins doch 30km entfernte Belgien fahren, wo Agi uns dankenswerterweise wieder mit Fährtengelände versorgt hat. Hier von "mußten" zu reden ist allerdings absolut unpassend. Es ist wunderschön dort: die Ausläufer der Eifel mit ihren sanften Hügeln, wenig Bebauung, klare Luft, Sonnenschein, traumhafte Ausblicke... und natürlich nicht zu vergessen die riesigen Wiesen, extra für uns zum Fährten kurz zuvor gemäht! Und dann werden wir auch noch nach dem Fährten zu Agi auf ihre paradiesisch gelegene Terasse zum Frühstück eingeladen! Dieses Seminar konnte schon gar nicht mehr schlecht werden und wir haben die zusätzlichen 60km pro Tag gerne in Kauf genommen.

Auf optimalem Gelände konnten unsere Hunde also viele Erfahrungen sammeln. Auf dem kurz gemähten Gras hinterließen unsere Fußspuren keinerlei sichtbare Anzeichen einer Fährte. Schwierig wurde es für die unerfahreneren Hunde (Etienne und Jolly) durch das wellige Gelände mit Hecken in Kombination mit Wind, was zu gelegentlichen unerwarteten Verwirbelungen führte. Ute mit Faizah als "alten Hasen" konnte das natürlich nichts anhaben.

Und dann gab es noch die Geschichte mit der blinkenden Futterdose. Als Belohnung für Ringo am Ende seiner Fährte ausgelegt, war diese offensichtlich nicht nur für Ringo attraktiv. Eine sprichwörtliche diebische Elster (oder eine ihrer entfernten Verwandten aus dem Raben-Clan) hat die doch etwa 7 x 7 cm große Dose einfach geklaut. So suchten dann ein um seine Belohnung betrogener und konsternierter Ringo, eine verunsicherte Barbara ("Ich weiß genau, daß ich sie dahingelegt habe!") und drei weitere mitleidige Menschenwesen großflächig die mutmaßliche Fundstelle ab. Keine Chance. Wir haben es dann nach geraumer Zeit aufgegeben und uns ratlos auf den Rückweg zu den Autos gemacht. Plötzlich bemerkt Agi: "Wie kommt denn so ein Müll mitten auf die Wiese?" Der Müll entpuppte sich als Ringos Belohnungsdose, von Schnabelstichen vollkommen durchlöchert und blitzteblank gefressen! Pech für Ringo - aber das Mirakel war gelöst (und Barbara hat bestimmt noch etwas gefunden, um Ringo zu trösten).

Weiter ging es in Fronhoven mit dem Unterordnungsteil. An den holperigen Boden hatten wir und unsere Hunde uns ja mittlerweile gewöhnt, so daß mehr oder weniger diszipliniert gearbeitet wurde. Silke und ihre Etienne nahmen entschlossen den Kampf gegen die Meterhürde auf, mit Ute und Faizah arbeitete Stephan an den Feinheiten und ich bemühte mich, meiner Jolly das Apportierholz schmackhaft zu machen.
Während wir uns mit unserem Hobby vergnügten, waren Erika und ihr netter Nachbar fleißig bei der Arbeit und sorgten dafür, daß unser einsames Tor den zugehörigen Zaun bekam.

Die Sicherung der Versorgung war aufgrund der übersichtlichen Teilnehmerzahl diesmal nicht wirklich eine logistische Herausforderung. Selbst ein mit den eingeschränkten Kochmöglichkeiten eines Wohnmobils frisch gekochtes Drei-Gänge-Menue wurde so möglich und mit großem Appetit verspeist (Tomaten/Gurkensalat - Spagetthi mit Tomatensoße - Kekse). Auch die mobile Grillstation in Form von Barbaras und Wolframs Van kam wieder zum Einsatz und versorgte uns mit Würstchen und Kartoffelsalat. Lediglich der Pizzaservice wurde mit dem Auffinden des Hundeplatzes an den Rand seiner Möglichkeiten gebracht. Aber er hat diese Herausforderung letztendlich gemeistert.

Die Nachmittage verbrachten wir dann mit dem Rest des Unterordnungsteils und mit Schutzdienst (und natürlich mit Kuchenessen). Wir konnten alles ganz in Ruhe angehen lassen und es war ausgiebig Zeit zum Besprechen vorhanden. Hierbei wurden durch Stephans fachkundige und bildhafte Erläuterungen allen Teilnehmern viele Zusammenhänge klarer. Eins bleibt mir allerdings nach wie vor rätselhaft: wie kann man als Schutzdiensthelfer auf diesem Acker arbeiten, ohne sich die Füße zu verknaksen????? Ich weiß nicht wie - aber Stephan schafft das.

Alles in Allem waren es sehr harmonische und ruhige Tage bei wunderschönem, frühsommerlichem Wetter. Alle Teilnehmer konnten durch Stephans engagierte Arbeit und Anleitung Fortschritte erzielen und fuhren zufrieden mit ebenso zufriedenen und müden Hunden nach Hause.

Sigrid



Bilder VPG Frühjahr 2007

 

VPG Übungstage Herbst 2007

VPG-Seminar vom 04.-07.10.2007

In aller Frühe sind mein Hund und ich aufgestanden, um pünktlich an unbekannten Orten aufzutauchen. Als absolute Neulinge in Sachen „Seminar zur Vorbereitung auf Vielseitigkeitsprüfungen" hatten wir nämlich beschlossen, der Einladung von Stephan Saus zu folgen.
Da das zur Verfügung gestellte Fährtengelände für dieses Treffen (an Gisela vielen Dank fürs Organisieren!!) nicht in der Nähe unseres Übungsplatzes lag war vereinbart, sich auf einem Parkplatz in der Nähe zutreffen. Nach mehr oder weniger vielen genauen und ungenauen Wegbeschreibungen ist es mir dann auch gelungen, den Treffpunkt aufzufinden. Keine bekannten Gesichter weit und breit und wieder einmal meine Zweifel (ich bin eine absolute Orientierungsnull), ob ich denn auch richtig bin. – War ich denn doch, denn es trudelten immer mehr bekannte Hovawartbesitzer/-innen mit ihren Vierbeinern ein. Da wir zu diesem Seminar auch fünf Teilnehmerinnen von einem Übungsplatz in Leverkusen begrüßen durften, fand sich eine bunt gemischte Truppe zusammen, die sich und ihre Hunde erst einmal kennen lernen mussten.
Auf ging es dann im Kolonnenfahren zum Fährtengelände. Ein nach den vielen Regenfällen nicht unter Wasser stehender Acker tat sich auf und abwartend harrte ich nun der Dinge, die dann kommen sollten.
Stephan besprach mit jedem Einzelnen den Ausbildungsstand des Hundes und sammelte die Wünsche und Vorstellungen von allen. Anschließend wurde das Fährtengelände eingeteilt und jeder hatte sein Stück zur Verfügung. Los sollte es nun gehen, aber kein Mensch hatte mir vorab gesagt, welche Utensilien man nun bereit zu halten hatte. Mir fehlte also nicht nur der so genannte Abgangsstock (den die Leverkusener übrigens in einer wunderbaren Farbenvielfalt vorweisen konnten), sondern auch die Fährtengegenstände und die Belohnungsdose für meinen Hund am Ende der Fährtenarbeit. Wie das aber nun unter Sportsfreunden ist, wurde mir schnell von der lieben Sigrid ausgeholfen und ich wurde mit Allem ausgestattet, was für die Fährtenarbeit wichtig ist. Meinen Hund und Gummistiefel hatte ich Gott sei Dank selber eingepackt und instruiert von Stephan hatte nun auch ich eine erfolgreiche Fährtenarbeit vor mir. Finja suchte sehr schön ihre Fährte ab, aber es tauchte mein altbekanntes Problem auf: wie bekomme ich einen so temperamentvollen und triebhaften Hovawart zur Ruhe? Andere Teilnehmer/-innen schlugen sich z.T. auch mit Problemen unterschiedlicher Art herum und ich fühlte mich nicht allein mit meiner geringen Erfahrung. Stephan hatte immer für jeden von uns wertvolle Tipps und gute Ideen, aber auch der Austausch untereinander war in manchen Fällen lehr- und hilfreich.
Da immer genügend Zeit war, allen Fährtenhunden zuzusehen, konnte ich nicht nur mit meiner Finja lernen, sondern habe durch das Nachbesprechen jeder Fährte durch Stephan auch theoretisch viele neue Aspekte kennen gelernt.
Im Anschluss an die Vormittage, die nun immer mit der Fährtenarbeit begannen, hat sich der Trupp auf den Weg zum heimischen Platz nach Eschweiler-Frohnhoven gemacht. Perplex musste ich feststellen, dass unsere Mitglieder der Übungsgruppe Eschweiler bestens vorgesorgt hatten und sich an die Arbeit machten: ein transportabler Grill wurde angeheizt und man begann Salate, Geschirr und Tische zu rücken. Da zu diesem Zeitpunkt unser Übungsplatz eine absolute Baustelle im Hinblick auf eine feste Unterkunft war, kann ich nur mit Hochachtung sagen, dass hier klasse mitgedacht wurde. So stand also der leiblichen Versorgung aller zehn Teilnehmer/-innen und unseres Ausbilders nichts mehr im Wege. Schnell war beim Mittagessen denn auch geklärt, wer für die nächsten Tage Salate, Kuchen etc. mitbringt (Vielen herzlichen Dank!!). Es konnte also wunderbar weitergehen, zumal wir, neben der guten Beköstigung, die ganzen Tage bestes Wetter hatten.
Täglich wurde nach der Mittagspause, in der natürlich Gelegenheit zu allen möglichen Fragen rund um den Hund war, in Einzelarbeit an der Unterordnung der Hovis und den Kenntnissen ihrer Hundeführer gearbeitet. Mit viel Kreativität, Geduld und für mich beeindruckendem Einfühlungsvermögen ist es Stephan gelungen alle Teams im Laufe der Übungstage weiter zu bringen.
Abschluss jeden Tages (natürlich nach einer stärkenden Kaffeepause und Ausruhphase für unsere Vierbeiner) war die Arbeit im Schutzdienst. Wieder einmal war Stephan gefordert, der mit einer bewundernswerten Ausdauer alle Team begleitet hat (wir anderen waren vereinzelt schon nachmittags geschafft). Fasziniert hat mich als Neuling im Hundesport „Vielseitigkeitsprüfung", dass unser Ausbilder jeden Hund und seinen begleitenden Zweibeiner absolut individuell einschätzen kann und es ihm gelingt, genau die richtigen Punkte anzusprechen. Mit vielen bildhaften Vergleichen schafft er es immer wieder, uns das Verhalten der Hunde verstehen zu lassen, aber auch eigenes Handeln zu reflektieren. Mit der Leverkusener Gruppe war auch ein Anwärter zum „Schutzdiensthelfe" angereist, um bei Stephan zuzusehen und Anleitung zu bekommen. Leider war dieses Ansinnen schon am ersten Abend „auf Eis gelegt", da ihn mein Hund bei der Helferarbeit am Arm verletzt hat, so dass ihm an den weiteren Tagen das theoretische Lernen ausreichen musste. Da er sich in den verbliebenen Seminartagen aber auch gerne mit Foto- und Filmarbeiten beschäftigt hat, konnten wir uns darauf freuen, dass wir kurz nach dem Seminar wunderbare Aufnahmen unserer Hunde geschenkt bekommen haben. An dieser Stelle also herzlichen Dank an ihn und alle anderen, die sich während und nach den Übungstagen so viel Arbeit gemacht haben, um jedem Einzelnen eine Foto-CD zukommen zu lassen.
Abschließend kann ich nur sagen, dass das Seminar viel Spaß gemacht hat, nicht zuletzt dadurch, dass sich die Teilnehmer/-innen und auch die Hunde gut verstanden haben. Wir haben alle viel gelernt und der ein oder andere freut sich schon auf das nächste Seminar, dass Stephan uns hoffentlich anbietet.

Verena mit Finja

Bilder VPG Herbst 2007

 

Herbstprüfung 2007

Unsere diesjährige Herbstprüfung fand am 03. November 2007 auf dem Platz in Leverkusen statt und wurde zusammen mit der Übungsgruppe Dormagen ausgerichtet.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Begleithundeprüfung:




Margit mit Finja

 

Kerstin mit Kato

 

Diemo mit Arik (beste BH)