Herbstprüfung 2006
Unsere Herbstprüfung mußte dieses Jahr auf dem Platz der Schäferhund-Ortsgruppe Soers in Aachen stattfinden, da wir leider immer noch keinen eigenen Platz haben.
Trotz der Umstände verlief die Prüfung im Wesentlichen reibungslos und für die angetretenen Mitglieder der Übungsgruppe auch erfolgreich. Einziger "Wermutstropfen" war, daß Renate mit ihrem Caron wegen unvollständiger Papiere nicht zur BH antreten durfte.
Am frühen Morgen begann der Prüfungstag mit dem Treffen (und dem sehr ausgiebigen Frühstück!) bei Barbara. Während die Teilnehmer frühstückten, mußten die Fährtenleger arbeiten und noch einige kleinere Geländeprobleme lösen. Nachdem sich dann alle vom Frühstückstisch losgerissen hatten, wurden die Fährten abgesucht. Hierbei stellten sich leider für eine Teilnehmerin die auf dem abgeernteten Kartoffelacker reichlich liegengebliebenen Erdäpfel als großes Problem heraus. Diese waren offensichtlich wesentlich attraktiver als die Fährte.
Alle anderen Fährten wurden erfolgreich abgesucht.
Es folgte nun die Anfahrt auf den doch etwa 30 km entfernten Platz in Aachen Soers, wo die anderen Prüfungsbestandteile durchgeführt wurden.
Begonnen wurde mit den Unterordnungsteilen der BH- und VPG-Prüflinge. Diese wurden von allen Mitgliedern der Übungsgruppe souverän vorgetragen. Als "Krönung" kann hier eindeutig Barbaras Juchzer bezeichnet werden, als Ringo mit dem Apportierholz in der Schnautze wieder oben auf der Schrägwand erschien. Leistungsrichter Armin Bittner sah es von der humorvollen Seite, indem er Barbara für dieses in keiner Prüfungsordnung vorgesehene "Kommando" keine Punkte abzog.
Anschießend ergab sich noch ein kleineres organisatorisches Problem bei der Durchführung des Straßenteils der BH. Durch die abgeschiedene Lage des Hundeplatzes war in unmittelbarer Nähe einfach kein "Verkehr" vorhanden. Das Problem wurde durch eine kleine gemeinsame Wanderung über den nahegelegenen Feldweg gelöst, der dann auf eine der Hauptdurchgangsstraßen mündete.
Auch hier schlugen sich unsere Teilnehmer mit Bravour.
Zum Schluß verlief der Teil C für Barbara und Ringo bis auf leichte Orientierungsprobleme reibungslos.
Zum Gelingen dieses harmonischen Prüfungstages hat auch das in diesen Dingen absolut unerfahrene Küchenteam beigetragen. So konnten nach einer gewissen "Anlaufhemmung" Teilnehmer, Prüfer und die wider Erwarten zahlreich erschienenen Zuschauer rechtzeitig vor dem Verhungern und zur allgemeinen Zufriedenheit versorgt werden.
Vielen Dank an dieser Stelle an Silke, die sich als Prüfungleiterin zur Verfügung gestellt hatte und natürlich an Stephan als Färtenleger und Helfer, der unsere VPG-Prüflinge durch den Teil C gebracht hat (und natürlich erstmal bis dahin!)
Folgende Mitglieder der Übungsgruppe traten zur Prüfung an und haben diese bestanden:
Gabi mit Candy BH (beste BH)
Sabine mit Viva BH
Ute mit Faizah FPR 3
Alfons mit Chiara FH 1
Barbara mit Ringo VPG 1
Herzlichen Glückwunsch!
(Sigrid)
Fährtenseminar Winter 2006
Endlich – wieder ein Fährtenlehrgang mit Alfons Saus am 11./12.12.2006
Spontan entstand dieser Fährtenlehrgang beim gemütlichen Ausklang des letzten Prüfungstermins 2006 unserer RZV-Übungsgruppe Eschweiler. Irgendwer fragte Alfons locker in die Runde hinein: „Alfons, wie sieht es aus mit einem Fährtenlehrgang?" – die prompte Antwort vom gut gelaunten Alfons: „sagt mir wann!".
Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und im Nu war trotz der bevorstehenden Weihnachtszeit ein gemeinsamer Termin gefunden. Für Alfons machte glücklicherweise seine Frau Erika den Termin „passend„ (danke, Erika!!) , damit der Lehrgang stattfinden konnte. Bezüglich der Teilnehmer musste Alfons uns bremsen und die Anzahl begrenzen (das nächste Mal sind die von der Warteliste zuerst dran!).
Für die Organisation Fährtengelände erklärte sich direkt jemand von vor Ort bereit (danke, Barbara!!), ebenso für den zur Verfügung stehenden wohlig beheizten Aufenthaltsraum (danke, Gisela!!). Die Verpflegung untereinander klappte ohne viele Worte und der Blick zum Himmel blieb auch nicht ohne Wirkung. Wir brauchten somit nicht zu befürchten – wie angekündigt- mitsamt Fährten, Fährtengegenständen und Hunden über das flache Land von Ederen hinweggeweht zu werden.
So trafen wir uns frohgelaunt am Samstagvormittag. Nach einem kurzen Fährten-Rückblick bez. Fährtenabgang, Fährtenlegen, Windrichtung, Hilfen ja oder nein und Erklärung aller sich hieraus ergebenden Fragen verteilte Alfons seine vorbereiteten Fährtenunterlagen mit Informationen und Fährtenmustern.
Wir hatten uns alle bei der Anmeldung mutig als „Fortgeschrittene„ bezeichnet und dementsprechend hatte Alfons seine Anforderungen formuliert. So manch einer schluckte still vor sich hin, denn Verleitung, Omega-Fährte, Abbruch und Treppe hatten wir noch nicht im Programm. Aber Alfons ermutigte uns und meinte, dass wir unseren Hunden ruhig vertrauen sollten.
Motiviert ging es ab ins Fährtengelände. Wir hatten Acker ohne Ende und konnten uns großzügig verteilen. Bei dem von Alfons vorbereitetem Lehrstoff war es mit 2 oder 3 Abgangsstöcken und 4-5 Gegenständen nicht getan und wir waren froh, dass Alfons in weiser Voraussicht noch genügend „Material" dabei hatte und die
„Profis" unter uns auch aushelfen konnten.
Zuerst wurden die 3 Stunden Fährten mit Verleitung gelegt und noch 2 unterschiedliche kleinere Fährten zum „Warmlaufen".
Einen traf es immer, der die Fährte unter dem aufmerksamen Blick von Alfons „vortrat„. Vom Feldrand als Zuschauer betrachtet sah das alles ganz einfach aus. Während des Fährtenverlaufs war dann doch jeder froh auf Alfons zurückgreifen zu können, denn wenigstens er hatte die Fährten im Kopf.
Wir waren so vertieft und emsig über den Acker stampfend bei der Arbeit, dass ein vorbeikommender Reiter erstaunt anhielt und uns fragte, ob er sich Sorgen machen müsse bei unserem Anblick oder ob das alles so seinen Sinn habe. Wir weihten ihn in die Geheimnisse der Fährtenarbeit ein und er war sehr interessiert und fasziniert von der Arbeitswelt mit unseren Hunden.
Endlich konnte die Sucharbeit beginnen und ein Hund nach dem anderen suchte konzentriert seine Fährte ab. Alle waren wir stolz auf unsere Hunde, die mit Begeisterung und Eifer dabei waren. Das von Alfons prophezeite Vertrauen bewahrheitete sich und jeder konnte von Fährte zu Fährte einen Erfolg und Fortschritt spüren und verzeichnen.
Zum Schluss legten wir noch im Quadrat eine reine Verweis-Übungsfährte mit mehreren Gegenständen.
Am nächsten Tag folgte zuerst wieder eine 3 Stunden Fährte mit Abbruch und Verleitung und zum „Aufwärmen„ eine Treppenfährte. Da musste schon ganz schön aufgepasst werden, um die Treppe sauber zu treten. Aber Alfons Auge entging Nichts und er war wieder und wieder eine Stütze für uns alle bei aufkommenden Unklarheiten. Umso erstaunlicher wie unsere Hunde nach den ersten Suchschlenkern sich in den Suchrhythmus der Treppe hineinfanden und zum Ziel gelangten.
In der Nachbesprechung wurden die Fährtenprotokolle ausgewertet und jeder konnte für sich wertvolle Tipps und Anregungen zur selbstständigen Weiterarbeit mit nach Hause nehmen.
Danke an Alfons, der freudig und unermüdlich jede Fährte mitgelaufen ist und uns geduldig und umfassend an seinem enormen Wissen zur Fährtenarbeit teilhaben ließ und wir hoffen auf eine baldige Wiederholung!!!
Lieben Fährtengruß
Karin