uebungsgruppe-eschweiler

2005

VPG Übungstage Herbst 2005

Leider gab es nach den Sommerferien 2005 eine böse Überraschung! Unser Platz in Eschweiler-Hehlrath wurde uns kurzfristig - quasi über Nacht - gekündigt. Stephan hat es gerade noch geschafft, am Samstag morgen das Training abzusagen. Nun standen wir da - kein Platz - kein Training - und was ist eigentlich mit den geplanten VPG-Übungstagen?????
Nun ja - Flexibilität ist gefragt, und natürlich mal wieder Engagement. Woher auf die Schnelle einen Platz bekommen? Es wurden viele Telefonate geführt und viele Vereine und Übungsplätze besucht. Nach langer Suche erklärte sich die Schäferhund-Ortsgruppe Aachen-Soers bereit, uns aufzunehmen. Sollte sich jemand dieser Ortsgruppe auf diese Seite verirren: nochmals ganz herzlichen Dank!
Die Übungstage waren gerettet, das O.K. von Stephan kam zwei Tage vor Beginn.
Der erste Tag begann mit dem Treffen auf der Autobahnraststätte, da kein Mensch (außer Stephan) wußte, wo der Platz war. Es war eine gute Idee, zusammen hin zu fahren, ansonsten hätten die meisten Teilnehmer den ersten Tag wohl mit Suchen verbracht. Selbst Karins Navi hat in diesem Fall vollkommen versagt.
Die etwas komplizierte Anfahrt hatte sich gelohnt! Wir fanden eine sehr gepflegte Platzanlage mit komfortabel ausgestattetem Vereinsheim vor (selbst das durften wir nutzen!).
Es kam wie es oft kommt: auf ganz miserabel schlechte Voraussetzungen folgten vier sehr schöne Tage, bei denen sich (fast) alle sehr wohlgefühlt haben. Leider ging für zwei Teilnehmer die Sucharbeit außerhalb des Hundesportes am ersten Abend in Form von Hotelsuche weiter. Eine dieser beiden war dadurch leider so entnervt, daß sie am nächsten Tag nicht mehr erschienen ist. Schade!
Der Rest der Mannschaft gab sich alle Mühe mit "Such", "Fuß", "Sitz", "Platz", "Bring", "Revier"..... und flux war die Zeit schon wieder vorbei.
Alle haben viel gelernt und waren froh, daß die Übungstage stattfinden konnten.

(Sigrid)

Bilder VPG Herbst 2005

 

Frühjahrsprüfung 2005

Leistungsprüfung in Eschweiler am 20. März 2005

Endlich geschafft!! Und zwar alle Prüfungsteilnehmer!!
Mehr oder weniger fleissig haben wir geübt.
Immer wieder in Gedanken die 50 Schritte, die Kehrtwendungen, die Winkel etc. durchgegangen -
Immer wieder unsere Ausbilder Stephan und Alfons gelöchert, ob und wann wir den dezenten Blick zum Richter werfen bezüglich Fortsetzung der Übung –
Immer wieder diskutiert, ob, wann und wie oft wir unsere Hunde loben dürfen oder nicht –
Immer wieder uns gegenseitig aufgemuntert und über die Auf’s und Ab’s der Übungsstunden hinweggeholfen –
Immer wieder die bange Frage, ob geübt werden soll bis zum Schluss oder besser nicht -
Wie heisst es so schön „In der Ruhe liegt die Kraft„.
Leider war es mit der Ruhe nicht gut bestellt. Auch der selbst frohstimmende Ratschlag „Der Erfolg beginnt im Kopf„
half nicht so ganz über die aufkommende Nervosität hinweg.

Nun war es soweit. Wir hatten Sonntag, den 20. März. Frühlingsanfang! Na, wenn das kein gutes Zeichen ist.
Die Nacht zum 20. März war zwar kein gutes Zeichen - viel zu wenig geschlafen und entgegen aller besseren Einsicht – viel zu unruhig. Aber bloss nichts anmerken lassen, denn so ein Hovawart reagiert ja sehr sensibel auf Frauchens oder Herrchens Stimmung. Also einen tiefen zuversichtlichen Blick in die vertrauensvollen Augen meines Einstein und ich sagte mir: Wir schaffen es!

In Eschweiler angekommen, ging es erst mit Alfons Fährte los. Der Erfolg von Alfons mit seiner Chiara (Hummel) machte uns Mut. Selbst das Wetter war uns gut gesonnen und dann hiess es –
Start frei für die BH-Prüflinge.
Unser Leistungsrichter, Michael Vorsatz, hat uns Erstprüflingen mit seinen aufmunternden Begrüssungsworten schon mal tiefes Durchatmen ermöglicht.
Es hat mich fasziniert, was ein Leistungsrichter alles sieht, obwohl man denkt, da schaut er gar nicht hin!
Dann war alles schneller vorbei, als ich gedacht habe. Obwohl auf der einen Seite vom Wald her plötzlich lautes Hundegebell ertönte und auf der anderen Seite beim angrenzenden Reitplatz eine Reiterin vehement sämtliche Galopp-Stufen aus Ihrem Pferd holte, blieb mein Einstein liegen. Mir war es noch nie so laut in Eschweiler vorgekommen! Beim weiteren Gehorsamsteil habe ich nur noch auf Einstein geachtet, auf die Stimme von Michael Vorsatz und auf Ute Bechtel, unsere Prüfungsleiterin.
Die Beurteilung der Übungen erfolgte wohltuend sachlich,
sehr gerecht und mit feinem Humor und Ratschlägen für die Zukunft verpackt.
Nach der Pause verlief der anschliessende Strassenteil in gelöster Stimmung und war, locker gesprochen – nur noch ein „Klacks".
Der erlösende Händedruck – mit den Worten – „Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen BH-Prüfung" ließ die Herzen höher schlagen und die Gesichter glücklich lächeln.
Zum Schluss gab es noch einen erfolgreichen Teil C für die VPG 1 Prüfung von Alfons.
Die Fertigstellung der Papiere ging recht flott und diese wurden in ausgelassener, fröhlicher Runde verteilt.



Es war ein durch und durch harmonischer, wunderschöner Prüfungstag, den alle gerne in Erinnerung behalten werden.
Dank im Namen aller Prüfungsteilnehmer an die Geduld der Ausbilder, des Richters, der Prüfungsleiterin, der Helfer und alle die, die unermüdlich als Gruppe, Jogger, „Blindenhund" und „stille" Freunde im Hintergrund zur Seite gestanden haben.

Karin mit Einstein vom Krinkelbach

 

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

BH:

Baika vom Hause Luka, bestanden,
HF: Reinhold Asbach

Einstein vom Krinkelbach, bestanden,
HF: Karin Ziegler

Kamee vom Helmefeld, bestanden, beste Neu-BH
HF: Heike Brügel

Nicodemus vom Wendehammer, "Nico", bestanden, beste BH
HF: Silke Offergeld

Ayla von der Röher-Höhe, bestanden,
HF: Erika Winger

Dingo vom Hause Luka, "Ringo", bestanden,
HF: Barbara Mühlhausen

Etienne von Sankt Vith, bestanden,
HF: Silke Offergeld



VPG:

Hummel vom Burgholz, "Chiara", VPG 1, 97 / 84 / 91a = 272 sg, beste VPG
HF: Alfons Saus

Fährtenseminar April 2005

Im April des Jahres 2005 fanden sich zwei Hundeführer mit ihren Hunden bei Alfons ein um das Fährten zu erlernen. Für Alfons bedauerlich: es hatte einige kurzfristige Absagen gegeben - für die Teilnehmer natürlich toll! Zwei unerfahrene Hundführer mit ihren beiden Junghunden hatten nun vier Tage lang den Luxus, Alfons nach herzenslust Löcher in den Bauch fragen zu dürfen - und die Fragen wurden von ihm auch geduldig und in aller Ausführlichkeit beantwortet.
Begonnen wurde mit dem theorethischen Teil. Schon erstaunlich, was man mit einem simplen Fußabdruck auf einer einfachen Wiese alles bewirken kann! Bodenzerstörung, Duftentwicklung, Gärprozesse, Verwesungsprozesse ... Hinzu kommen dann noch Faktoren wie Geländebeschaffenheit, Wetter, Temperatur, Liegezeit ... Alfons als professioneller Chemiker war hier natürlich in seinem Element und hat uns das alles auf verständliche Art nahegebracht. Nach den vier Tagen waren Renate und mir das alles keine "Böhmischen Dörfer" mehr. So - theoretisch hatten wir ja nun einigermaßen begriffen, was da vor sich geht. Aber wie sollten wir das unseren Hunden erklären mit den Gärprozessen und den ganzen anderen Sachen???? Unseren jungen Hunden war das natürlich schnurz-piep-egal. Gerade dem Junghundalter entwachsen und als Fährten-Anfänger wurde mit Schleppfährten begonnen: Heh - es riecht nach Pansen! Nase tief am Boden und hinterher! Tolle Sache! Es zeigte sich natürlich, daß das Fährten eine ganz natürliche Sache für unsere Hunde ist und daß es ihnen - auf die richtige Art nahegebracht - einen Riesenspaß macht. Mit der Zeit und ganz nebenher haben unsere Hunde dann auch die Gerüche wahrgenommen, die den eigentlichen Fährtengeruch ausmachen und nach den vier Tagen waren unsere Hunde in der Lage einfache Naturfährten (natürlich mit Futterbrocken dazwischen!) zu ersuchen und die Dose am Ende der Fährte mit ziemlicher Souveränität zu finden. Es war ein tolles Erlebnis - vielen Dank Alfons - wir kommen gerne wieder.

(Sigrid)